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Besonderes Extra in meiner Urlaubsgarderobe: Bikini 

Meine Urlaubsgarderobe ist ja wie hier schon erzählt nicht so umfangreich geworden wie ursprünglich geplant. Wer aber dachte, es ginge nicht knapper als das olive Maxikleid am Abend vor Abfahrt fertig zu nähen, der kennt die Geschichte von meinem neuen Bikini noch nicht ;). 

Nachdem ich es geschafft hatte, das Maxikleid noch rechtzeitig zum Urlaub fertig zu nähen und die Koffer gepackt waren, habe ich mich damit belohnt, den Bikini 👙 auch noch für unseren Spanien Urlaub zu nähen. 3 Stunden waren für Zuschnitt und Nähen nötig. Mit früh Aufstehen war der Bikini gleich nach dem Frühstück fertig! Nur das lange Brustbindeband habe ich mir zum Wenden und Gummibandeinziehen für die Zeit im Flugzeug aufgespart :). 

Der Bademodenstoff ist ein lang gehegter Schatz aus meinem Stofflager, der immer für einen Bikini gedacht war. Er war ein Coupon, den ich spontan gekauft hatte. Warum der schöne Stoff so lange auf seinen Einsatz warten musste? Ach…. Die Zeit ist einfach zu wenig für die lange Wunschliste… 

Das Orange passt überraschend gut zu meiner Hautfarbe. In vielen üblichen gekauften Bikinis sehe ich extrem blass aus. Das bin ich natürlich auch und selbst wenn ich für meine Verhältnisse im Sommer braun bin, bin ich noch immer vergleichsweise blass ;). Das muss der Bikini ja nicht noch betonen. Bisher hatte ich immer khaki und braun als meine Bikinifarben. Orange und so viel Muster ist neu für mich.

Zwei Schnitte hatte ich zur Auswahl. Einen Bikini Schnitt aus der burda 07/2008,  der vom Prinzip meinen Vorstellungen entsprach. Und einen Slip und Panty Schnitt für Unterwäsche aus der Nähstyle Nr. 59 (von 2015 oder 2016). 

Ich habe jeweils alle Teile auf Folie abgepaust in Größe 42 und die Schnittteile dann an einen passenden Bikini gehalten. Der Slip Schnitt aus der burda war riesig. An den Kanten für Taille und Hosenbein war sehr viel Mehrweite enthalten, die mit den Gummibändern gerafft werden sollte. Man sieht es auch auf dem Modellfoto. So hat mir das nicht gefallen. Ich befürchtete, dass das zu viel Raffung sein würde. Daher habe ich mich für den Slip aus der Nähstyle entschieden. 

Für ein Probemodell war keine Zeit, aber es ist jetzt noch ein Stück Stoff übrig, das exakt für einen weiteren Slip reicht, falls dieser nicht passen sollte. 
Das Bikinioberteil aus dem Burdaschnitt habe ich ohne Anpassungen in Größe 40 verwendet. 

Dass es dann direkt Fotos am spanischen Pool geben muss, ist völlig klar. 

Für so eine spontane Umsetzung bin ich mit dem Bikini sehr zufrieden. Alle Nähte habe ich mit dem 3-fach Zickzack mit 5mm Breite genäht. Das ging überraschend gut bei dem flutschigen und bidirektional elastischen Stoff. Manchmal hätte ich noch eine dritte Hand gebrauchen können wenn die Kante mit dem Gummi zum Nähen gedehnt gehalten und die nächste Stecknadel währenddessen heraus gezogen werden muss… 🙂

Mit dem Slip bin ich auch zufrieden. Für den zweiten Slip werde ich nur den Beinausschnitt vorne noch etwas erhöhen. Lange Beine kann frau immer gebrauchen ;).

Als Gummis habe ich normales Elastikgummi für Bekleidung in 5mm Breite aus meinem Vorrat verwendet. In den Bindebändern werde ich die Gummis nochmal austauschen gegen richtiges Badegummi, das Chlor- und Salzwasser aushält und hoffentlich nicht so viel Wasser aufsaugt. 

Das Badegummi habe ich in den Stoffgeschäften vergeblich gesucht. Im Internet bin ich schon fündig geworden. Konnte mich aber noch nicht festlegen. 
Habt Ihr Erfahrungen mit Badegummi? Gibt es empfehlenswerte Quellen oder abschreckende Fehlkäufe?

Ich schicke euch sonnige Grüße und reihe mich wiedermal beim MeMadeMittwoch ein.

Urlaubsgarderobe – Maxikleid in olive 

Mein Maxikleid ist doch noch rechtzeitig vor dem Urlaub fertig geworden! Dass ich die ganze Woche krank und zu nichts fähig war, hat mich in meinem Plan für die Urlaubsgarderobe ganz schön gebremst. Wie knapp es zuletzt wurde habe ich euch im Zwischenstand berichtet. Am Abend vor unserer Abreise habe ich das letzte Trägerband angenäht :).

Und ihr dürft gespannt sein, ich habe sogar noch ein weiteres Teil für meine Urlaubsgarderobe genäht ;)!

Es ist nicht nur mein erstes selbstgenähtes Maxikleid, sondern sogar mein erstes Maxikleid überhaupt! 

Der Schnitt ist aus der burda 04/2017 und sah erstmal sehr passend für meine Vorstellung von meinem Maxikleid aus.
Ich bin bei dem Schnitt von ein paar Angaben abgewichen, nachdem ich ihn zusammen mit meinen Nähtreffmädels genauer studiert habe:

  • Ich hatte 1,70m Stoff. Anstatt 2x die Stoffbreite habe ich daher nur 1x die Stoffbreite für das Rockteil verwendet. Die Naht würde ich sonst auf eine Seite drehen fortlaufend mit der Seitennaht des Oberteils. Damit aber das Muster vorn mittig sitzt ist die Rocknaht hinten mittig. 
  • Die Trägerlösung mit dem Ring hätte ich gerne so nachgearbeitet. Da ich aber keinen Ring hatte und zu krank zum Einkaufen war, habe ich die Träger miteinander verschlungen. Das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Das Oberteil sitzt richtig gut und es verdreht sich nichts. Danke an meinen Liebsten, der geduldig Träger gesteckt hat :)!
  • Außerdem habe ich die Träger in geradem anstatt in schrägem Fadenlauf zugeschnitten,  weil ich nicht so viel Stoff hatte.
  • Den Schlitz am Halsausschnitt habe ich leider vergessen :).
  • Am Rückenteil des Oberteils habe ich in die obere Kante eine dünne Gummischnur durchgezogen. Zuvor hatte sich das Teil zwischen den Trägern in unregelmäßige Falten gelegt. So ist es laut Schnitt zwar gedacht, die gleichmäßige leichte Raffung finde ich aber schöner. Sieht fertiger aus.
  • Den Bund habe ich ganz gelassen, ebenso das Bindeband am Bund. Der Breite Bund sieht schon auf dem Modellfoto im Heft zu bollig aus. Das liegt sicher auch daran, dass im Original doppelt so viel Stoff am Rock an der Taille gerafft werden muss. Dadurch dass ich nur halb soviel Stoff für den Rock genommen habe, konnte ich einfach ein 5mm schmales Gummiband in Taillenweite auf die Taillennaht aufnähen. Dadurch bleibt der zarte Look des dünnen Sommerstoffes besser erhalten. 

    Ich bin nun selbst ganz erstaunt, dass ganz schön viele Abweichungen vom Original zusammen gekommen sind. Trotzdem ist der ursprünglichen Schnitt noch erkennbar. 

    Das Kleid ist nach nur einer ganz kurzen letzten Anprobe direkt im Koffer gelandet. Daher habe ich es im Urlaub in Spanien zum ersten mal richtig ausgeführt. Es trägt sich ganz wunderbar und ist auch bei 30 Grad schön luftig!

    Das Muster am Rock ist zentriert an der vorderen Mitte. Auf manchen Fotos sieht es schief aus – ich habe den Wind im Verdacht der mir den Rock leicht verdreht hat.

    Mit der Erkenntnis dass ich unbedingt noch einen Gehschlitz benötige! Die 1,40m Stoffbreite am Rock klingen viel,  aber das begrenzt die Schrittlänge auf gerade mal 70cm. Das, so musste ich feststellen, erlaubt nur kleine Trippelschritte. Man darf es nicht eilig haben. Gerade so machbar wenn man wirklich gaaaaaanz gemütlich an Schaufenstern entlang bummelt. Ein paar schnelle Schritte über die Straße?!? Lieber nicht! 

    Da ich hinten die einzige Naht am Rock habe, muss ich es dort mit dem Gehschlitz versuchen. Ob das bei einem bodenlangen Kleid wohl ausreicht? Oder verzwirbelt sich der ganze Stoff beim Gehen trotzdem noch um die Beine? Sind vielleicht doch 2 seitliche Schlitze nötig? Ich würde mich freuen wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt.

    Ganz viel Sonne und Urlaubsgefühl schicke ich hiermit heute zum MeMadeMittwoch!

    Vom Winter in den Frühling – Pullover wird per Upcycling zum Rock 

    Dieser Rock ist ein super schnelles DIY Upcycling Projekt. Man braucht nur Bündchenware und einen Pullover,  den man nicht mehr trägt. 

    Den blauen Strickpullover habe ich vielleicht 2 mal getragen. Er ist mit großen Maschen gestrickt und hat einen schönen Glanz. Allerdings sind die Maschen zwar blickdicht,  aber gerade so groß dass es „durchzieht“. Für mich selbst fast unbegreiflich, aber im Winter friere ich in diesem Pullover! Er ist vermutlich nur für eine ganz bestimmte Temperatur gedacht – nicht zu warm, nicht zu kalt und unbedingt windstill. 🙂

    Für den Rock gab es zwei Möglichkeiten für sein weitere Schicksal: entweder Altkleidersack oder ein Upcycling Versuch? Na wo sind wir denn hier, wenn das ernsthaft die Frage wäre?! 

    Die Kurzfassung: Ausschnitt und Ärmel werden unterhalb der Armausschnitte abgeschnitten und an die obere Kante wird ein Bund aus Bündchenware angenäht. Fertig! 

    Als Weite des Bundes habe ich 2/3 der Weite der oberen Kante des Rocks genommen. Der Bund ist 7 cm breit im fertigen Zustand. Er wird doppelt genommen,  also braucht man 16 cm (incl. Nahtzugabe). 

    Der neue dunkelblaue Strickrock zusammen mit dem (gekauften) blau-weißen Ringelshirt ergibt ein angenehm zu tragendes maritimes Outfit. Die luftdurchlässigen Maschen des Rocks sind nun total angenehm zu tragen. Definitiv ein Kandidat für die Lieblingsstücke. Wie er sich im Winter mit Strumpfhose macht, muss ich zu gegebener Zeit testen. 

    Die auf den Bildern kaum sichtbare schwarze Lederclutch ist auch selbst genäht – natürlich.  Ich habe sie hier ausführlicher vorgestellt

    Diese Upcycling Technik hat sich sehr bewährt. Es liegen hier noch zwei weitere Pullover,  die schon fast im Sack für die Kleidersammlung gelandet wären. Sie warten jetzt auf ihren Upcycling-Moment. Man darf echt nix wegwerfen wenn man eine Nähmaschine hat :)!

    Und damit ab zum MeMadeMittwoch! Außerdem freue ich mich dass ich damit noch bei Ingrids Blogsommer im Mai teilnehmen kann. 

    Urlaubsreif – nur die Urlaubsgarderobe noch nicht…

    Wenn der Wurm mal drin ist… Da wollte ich doch so gerne zu unserem Urlaub in Spanien eine schöne selbstgenähte Urlaubsgarderobe haben, die vor Urlaubslaune nur so strotzt. Dann kam erstmal jede Menge Arbeit in den letzten Wochen dazwischen. Abends war ich ziemlich kaputt,  sodass es nur zum Träumen und Planen gereicht hat. 

    Ein Maxikleid, eine Culottes und ein kurzer Jumpsuit sollten es werden. Gut, die Pläne waren sehr ambitioniert. 

    Aber es war noch nichts Konkretes entstanden – kein Schnitt ausgesucht,  nichts zugeschnitten und demnach auch nichts genäht. Schöne Sommerstoffe habe ich zahlreich in meinem Lager – daran sollte es wenigstens nicht scheitern. Puuh! Aber so langsam würde die Zeit knapp. Also Planänderung: nur ein Maxikleid! 

    Letzten Samstag war Nähtreff. Juhuuu!  Große Hoffnung für meine reduzierte Urlaubsgarderobe. Da ging was voran! Meine Nähtreffmädels haben mich vorzüglich bei der kniffligen Schnittentscheidung beraten und mein Maxikleid habe ich zugeschnitten und teilweise genäht. Es fehlte nicht mehr viel. Und es war nur noch eine gute Woche bis der Flug nach Spanien gehen würde. Kein Problem, das bißchen Kleid bis dahin noch fertig zu nähen, denn immerhin war auf dem Weg zum Urlaub noch ein Feiertag,  ein Brückentag und ein Wochenende!  Was kann da schon schief gehen!?

    Modell 103 aus der Burda 04/2017 soll es werden. 

    Und dann kams dicke – ein Magen-Darm-Infekt gepaart mit Migräne hat mich die ganze Woche (!) lahm gelegt und regelrecht aus Bett gefesselt. Sowas hatte ich noch nie. Für jedes bißchen Aufblitzen von Aktivismus wurde ich sofort umso härter bestraft. 

    Tja und jetzt ist Samstag Abend,  das Kleid hängt noch unfertig an der Puppe, keine Koffer gepackt. Ich bin immer noch angeschlagen 🙁 – dafur 2 kg schlanker ;).

    Seit gestern versuche ich den Infekt auszutricksen, indem ich nur minutenweise in winzig kleinen nahezu unbemerkten Schritten wie beiläufig an meinem Kleid weiter arbeite. Mal sehen ob das klappt. Es fehlen nur noch die Träger und der Gummibund in der Taille (bisher an der Puppe nur drapiert)! 

    Am Montag ist Abfahrt. 🙂 Mal schauen wer gewinnt. 

    Meine hart erkämpften Ergebnisse schicke ich zu Ingrid zu Nähzeit am Wochenende