Archiv der Kategorie: Genähtes

Adventskalender – DIY Utensilio aus Filz

Morgen darf das erste Türchen im Adventskalender geöffnet werden. Für alle Spätentschlossenen (wie mich) habe ich hier die Lösung für ein schnelles Adventskalender DIY. Und ein Hoch auf den Pragmatismus: man kann ihn anschließend das ganze Jahr über als Utensilio verwenden :).

Hier gibt es die Anleitung und den Schnitt von pattydoo: Freebee Schnitt und Anleitung

Wir hatten als Kinder jeder einen Adventskalender aus Filz, der jedes Jahr wieder aufgehängt und liebevoll von unseren Eltern befüllt wurde. Darin waren immer viiiiel tollere Sachen als in den gekauften Kalendern. Neben Schokolade auch mal ein Gutschein oder ein Ü-Ei.

Deshalb war ich von dem Kalender von parrydoo gleich begeistert und habe ihn für meinen Liebsten genäht.

An den zwei Ösen in den oberen beiden Ecken wird der Adventskalender aufgehängt.

Die Deko-Sterne habe ich in der Drogerie gekauft. Mit einem schwarzen Stift habe ich sie mit Zahlen beschriftet und mit kleinen Schnipseln von doppelseitigem Klebeband aufgeklebt.

Für all zu große Geschenke sind manche Taschen etwas klein…

Habt ihr einen Adventskalender für euch? Oder verzichtet ihr auf zusätzliche Minigeschenke vor Weihnachten? Oder nur für die Kinder?

Midi Lederrock – neuer Lieblingsschnitt aus der burda 10/2017

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Leder und Kunstleder ist immer aufregend zu vernähen und dann auch noch einen Lederrock? Ich war selbst sehr gespannt was daraus wird :).

Lange hatte ich aus dem schwarzen elastischen Kunstleder eine Hose geplant. Ich war aber immer skeptisch, ob ich darin nicht sehr schwitzen würde. Neulich kam mir dann der zündende Gedanke: es soll ein Midi-Lederrock werden. Ich habe so einige inspirierende Modelle online gefunden und als ich gerade nach einem geeigneten Schnitt suchen wollte, landete die Burda 10/2017 in meinen Händen. Der Schnitt 107 für den Midi-Rock mit den interessanten Falten im Vorderteil, passte perfekt!

Da man bei Kunstleder nicht trennen sollte, weil man dann die Einstichlöcher sieht, hat mich im gesamten Entstehungsprozess die Angst begleitet, der Rock könnte zu klein werden. Mit dieser Neurose habe ich übrigens ständig zu kämpfen.

Das führte dann dazu, dass ich den Schnitt etwas größer als nötig abgepaust habe, beim Zuschnitt mehr als genug Nahtzugabe gelassen habe, beim Nähen außerhalb der aufgezeichneten Linie genäht habe und zum Schluss war mir der Rock natürlich um Nummern zu groß! 😀

Mit Hilfe meiner Nähtreffmädels habe ich den Rock schlussendlich schon auf Figur bekommen – ca. 12 cm enger gemacht ;). Der Lederrock gefällt mir wirklich gut so. Es sitzt nicht zu knackig aber doch passend.

Das ist mein erster Rock mit Gehschlitz. Und auch mein erster Rock bei dem ich den Reißverschluss in der hinteren Mitte eingenäht habe. Sonst nehme ich lieber die linke Seitennaht. Aber vor Kurzem hat mich eine Nähfreundin dazu inspiriert, weil sie sagte, man kann dann den Rock leichter enger machen an den Seitennähten. Ich bin froh, dass ich ihrem Tipp diesmal gefolgt bin.

Mit der Nähanleitung für den Gehschlitz aus der burda bin ich total überfordert gewesen :D. Dank Youtube war das dann überhaupt kein Problem und garnicht so schwer wie befürchtet.

Ursprünglich wollte ich meinen Lederrock professionell füttern, habe mich dann aber dagegen entschieden. Das Kunstleder ist für eine Hose oder Leggings gedacht und besteht auf der linken Seite bereits aus glattem Stoff. Das hat sich auf der Haut und Strumpfhose gut angefühlt. Bei einem Futter hatte ich die Befürchtung, dass es sich unter dem Rock verschiebt, hochrutscht oder störend in Falten wirft. Also habe ich es guten Gewissens weg gelassen. (Ja, ich höre manche von Euch jetzt entsetzt aufschreien 😉 )

Einen Abend lang hatte ich meinen Midi Lederrock schon an und bin absolut begeistert davon! Einer meiner wenigen Röcke die sich nicht verdrehen beim Gehen. Sogar Tanzen und die Hüften Schwingen hat garnichts ausgemacht. Der Rock sitzt und bleibt dort wo er hingehört.

Den Schnitt werde ich mir sicherlich nochmal aus einem anderen Stoff nähen.

Und jetzt gehe ich stöbern was heute noch so beim MeMadeMittwoch präsentiert wird.

Kleines schnelles Geschenk aus Stoffresten – selbstgenähte Taschenwärmer

Diese Taschenwärmer sind schnell genäht und es sind nur kleine Stoffreste dafür nötig! Sie werden mit Reis gefüllt (ich habe rundkörnigen Milchreis genommen). Wenn man sie in der Mikrowelle kurz warm macht, sie gleich in die Jackentaschen steckt, wärmen sie die Hände eine ganze Zeit lang – auf dem Weg zum Kindergarten, Schule oder Arbeit. Ein kleines Geschenk mit großer Wirkung 😉 !

Was man dafür braucht:

  • Reste von bunten Baumwollstoffen
  • Nähgarn
  • Zickzackschere
  • Reis
  • Ein Glas/eine Tasse als Schablone

Die Tasse oder das Glas auf den Stoff stellen und mit Schneiderkreide den Umriss auf den Stoff anzeichnen. Den Stoff doppelt nehmen und zur Sicherheit mit Stecknadeln fixieren. Mit der Zickzackschere den Kreis ausschneiden. das ganze nochmal, sodass du jetzt 2 dieser gezackten Kreispaare hast.

Die beiden Stoffteile links auf links aufeinanderstecken und mit farblich passendem Garn neben den Zacken nahe der Kante entlang steppen. Dabei eine Öffnung von ca 2-3 cm lassen.

Durch diese Öffnung wird das Säckchen nun mit Reis befüllt. Nun die Öffnung zusteppen. Das zweite Säckchen genauso verarbeiten.

Und fertig sind die beiden Taschenwärmer – einer für jede Jackentasche!

Eine nette Kleinigkeit als Geschenk für Weihnachten oder auch für ein Adventstürchen!

Ein kleiner Beitrag heute zum CreaDienstag.

Red Egg-shape – mein Wintermantel ist fertig !

In letzter Zeit war es leider sehr ruhig hier auf dem Blog. Das lag ganz einfach daran, dass ich selten Zeit zum Nähen hatte und daher bis auf ein paar Kleinigkeiten nichts entstanden ist. Neben kleinen Basteleien war ich künstlerisch mehr mit Musik aktiv. Ich bin Gitarrenanfängerin und übe fleißig für Weihnachten :). Puh, ich hoffe, das Christkind hat einen Gehörschutz dabei ;).

Heute gibt es dafür ein ganz besonderes Schmankerl ;)! Wer erinnert sich noch? Und wer hätte gedacht, dass er noch fertig wird?! 😀

Der rote egg-shape Wintermantel, den ich letztes Jahr im Mantel-sew-along ganz efrig geplant und vorbereitet habe, ist dieses Jahr nun endlich fertig geworden! Was mich 2016 von der Fertigstellung abgehalten hat? Der Winter mit viel Regen und nassem Wetter war schon so weit fortgeschritten, den sonnigen Spätherbsttagen habe ich nachgeweint, an denen ich meinen Mantel gerne getragen hätte. Ich wollte ihn nicht hektisch fertig nähen, weil ich dann nicht die Ruhe und Geduld für die schwierigen Passagen gehabt hätte. Erfahrungsgemäß wird das Ergebnis unter Zeitdruck gepaart mit Ungeduld eher … naja… ein Desaster. Ich hatte den Mantel dann auf den Frühling geschoben, wo ich dann aber wenig Lust auf Mantel und dafür mehr Lust auf luftige Kleidungsstücke hatte. Und so wurde er nun ein Jahr später ganz in Ruhe an einem wunderbaren Nähwochenende fertig!

Der Schnitt ist aus der burda 09/2016:Nachdem ich den Schnitt ausgemessen hatte,  habe ich mich mutig für Größe 38 entschieden und zugeschnitten. Als ich die zugeschnittenen Teile dieses Jahr inspiziert habe, bin ich zunächst kurz erschrocken. Aber mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Größe 40 wäre meine normale Konfektionsgröße und wäre vermutlich deutlich mehr oversized gewesen.

Der Mantel ist mit senf-farbenem Futter gefüttert. Beim Ausschnitt habe ich mich gegen den Kragen entschieden. Zum Einen hatte ich nicht mehr genug Stoff, zum Anderen betont der Ausschnitt den schlichten Schnitt. Ich hätte den Kragen aus einem anderen Material machen müssen, aus rotem Jersey zum Beispiel. Das war mir aber zu riskant, ob das gut aussähe. Auch bei den Taschen bin ich beim roten Mantelstoff geblieben und habe nicht mit Highlights in anderen Stoffen oder Farben experimentiert.

Anstatt des Reißverschlusses (so einen langen Reißverschluss muss man erstmal in bezahlbar finden) habe ich von Hand Druckknöpfe eingenäht. So bleibt der Mantel von Außen ganz schlicht.

Und ein ganz wichtiger Tipp: Alle Mantelteile (Vorderteile, Rückteile und Ärmel) habe ich komplett mit Vlieseline H220 verstärkt. Sonst würder der weiche Mantelstoff besonders um die Schulter zu weich fallen und der egg-shape-Effekt würde in weichen Falten zerfließen. Bei dieser Entscheidung hatte ich ein wenig Angst, dass ich am Ende in einem roten steifen Pappkarton-Mantel ende würde :D, aber die Entscheidung für die Vlieseline war definitiv richtig!

 

Der Mantel trägt sich jedenfalls traumhaft und ich kann den Schnitt uneingeschränkt empfehlen!

Jetzt brauche ich noch einen schönen Schal zu meinem neuen Wintermantel und zum Ausführen noch ein paar Tage, die nicht ganz so klirrend kalt und nicht so nass sind! 😀 Ok, Petrus?

Heute freue ich mich ganz besonders, dass ich mal wieder beim MeMadeMittwoch dabei bin!! Juhuuuu!