Häschen im Grünen – Sofakissen zu Ostern 

Nur noch zwei Wochen bis Ostern! Im Stoffladen haben mich spontan diese beiden Stoffe in grün und braun auf die Idee für ein Häschen im Grünen gebracht. Ein neues Sofakissen mit nettem Osterflaire.

Das Kissen macht in unserer Wohnung den Anfang der Osterdekoration. Es wird Zeit, die Osterhasen aus Holz aus den Kisten zu lassen und auch der Blumentopf bekommt wieder seine Hasenbande.
Mal sehen, ob mich noch mehr Kreativität zu Ostern packt. Über das neue Kissen freue ich mich jedenfalls schon sehr.

Außerdem habe ich fleißig mitfotografiert, sodass es das Kissen mit dem Häschen bald als DIY Anleitung gibt.

Das Kissen war ein spontanes Projekt. Eigentlich arbeite ich momentan an einem Cardigan. Ich mache nämlich mit beim Probenähen zum dem Angela von MySewingDreams aufgerufen hat! Ich freue mich sehr darüber. Ich habe dunkelblauen Jersey für den Cardigan. Er ist gegen das Licht betrachtet leicht durchsichtig.



Das Ergebnis aller Probenäherinnen wird es am 30.3. (diesen Donnerstag) geben! Da ich es am Wochenende gerade mal zu Zuschnitt des Cardigans gebracht habe, muss ich mich jetzt ranhalten. Bin dann mal an der Nähmaschine….

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntagabend und freue mich, mein Häschen im Grünen im Nähkäschtle bei Nähzeit am Wochenende zu verlinken.

Sonnenaufgang im Blumengarten – Kellerfaltenrock nach Geschickt eingefädelt

Auf der Suche nach einem Schnitt für einen Kellerfaltenrock bin ich auf diesen Schnitt gestoßen, der seine Ursprung in der VOX Serie Geschickt eingefädelt hatte.

Diese gelb-grau gestreifte Baumwolle habe ich hier in Regensburg letzes Jahr gekauft. Ganz zart ranken sich Blumen und Blätter zwischen den Streifen entlang. Wie ein Sonnenaufgang im Blumengarten.

Es war ein kleiner Stoffrest, den ich in voller Länge verwendet habe für das Rockteil. Ein schmaler Streifen der Länge nach zugeschnitten war noch für den Bund drin. Seitlich habe ich einen Nahtreißverschluss eingenäht und oben am Bund ein Häkchen zum Schließen.

Hier sieht man, dass ich die 4 Kellerfalten (2 Vorn, 2 Hinten) von oben ca 7 cm lang zugenäht habe. Damit springen die Falten etwas tiefer auf.

Jetzt im Frühling passt mein beiger Trenchcoat gut darüber.

Ich überlege noch, ob ich ein Futter brauche. Das Blöde bei dem Rock ist, dass er sich verdreht und zusammen mit dem reingestopften T-Shirt nach Oben wandert. Vielleicht schiebt er sich auch an der Strumpfhose hoch. Ich überlege, mir einen Futterrock zu nähen, den ich einfach drunter ziehe. Was meint Ihr?

Ganz zufrieden bin ich mit dem Kellerfaltenrock nicht. Er trägt ziemlich auf an den Hüften. Das liegt zum Einen an den Kellerfalten und zum Anderen an der steifen Baumwolle. Mit fließend weichem Stoff käme der Rock mit den Falten anders raus. Aber trotzdem gefallen mir Tellerröcke und Kellerfaltenröcke grundsätzlich nicht so sehr an mir. Vielleicht ist mir meine Silhouette so auch nur ungewohnt?

Das T-Shirt ist von Mister & Lady Jeans. Das fand ich so super mit der Pailetten-Katze drauf und dem deutschen(!) Spruch „Coole Mietze“! 😀 ein Gute-Laune-Shirt!

Ich wünsche euch allen einen schönen MeMadeMittwoch, der erfreulicher Weise weiter bestehen bleibt in gewohnter Weise mit einer kleinen Prise Neuerungen! Beim MeMadeMittwoch gibt es ab April einmal im Monat einen Mottomittwoch. Ich freue mich sehr dass es diese spannende Plattform für Selbstgenähtes weiter gibt!

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank – Inspiration 

Die Aktion „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ von yvonetsurreal  finde ich super!

Jede Saison landen bestimmt 50 Teile von den internationalen Fashion Weeks auf meiner Nähwunschliste und ganz selten schaffe ich es mal wirklich eines von dieser Wunschliste zu nähen. Und wenn doch, dann 2 Jahre später wenn der Trend fast vorbei ist. Daher nutze ich ihre monatliche Aktion dieses Jahr für ein paar selbstgenähte Laufstegteile.

Heute beginnt die 2. Runde mit dem ersten von 3 Terminen: die Inspiration.

Ooooooh, das könnte ein langer Post werden… :)! Ich beschränke mich mal auf ein passendes Outfit zu dem ich schon passenden Stoff im Schrank habe, um auch meinem Vorhaben treu zu bleiben, dieses Jahr Stoffberge abzubauen.

Es ist mir nicht leicht gefallen, mich unter den vielen spannenden Trends auf 2 Teile festzulegen,  aber die folgenden Laufstegtrends stehen wirklich ganz oben auf meiner Liste.

  1. Slogan Shirts & Tops
Bild-Quelle: glamour.de (Stella McCartney, Paco Rabanne, Christian Dior, Sacai, Haider Ackermann, Barragán, Hood by Air, Prabal Gurung, Carven u.v.m.)

Dafür habe ich schon eine ganz konkrete Idee. Selmin von Tweed&Greet hat zum „Badass Sewist“ aufgerufen. Mit Ihrer Schablone würde ich mich ihr gerne anschließen.
Ein helles Sommertop habe ich dafür im Kopf, das zu Teil 2 meines Laufstegoutfits passt und außerdem zu einem weiteren selbstgenähten Rock (den werde ich demnächst hier vorstellen).

Der hellgraue Stoff und die graue Borte liegen schon bereit.

2. Foldover Waists

Bild-Quelle: Elle.de (Rosie Assoulin, Diane von Furstenberg, Monse)

Diese interessante und spannende Rocktaille würde perfekt zu meinem Stoff passen – gekauft letztes Jahr. Der Stoff ist beidseitig verwendbar. Auf der rechten Seite ist er beige-weiß gemustert,  auf der linken Seite ist er einfarbig beige. Das könnte den Foldover Effekt schön unterstreichen.

Mehr Laufsteg Inpiration, die sich bald in diversen Kleiderschränken manifestieren sollen, findet ihr bei Monika heute.

Ich freue mich schon auf den nächsten Termin dieses Sewalongs: am 31.3. gibt es den Zwischenstandsbericht.

Versace – blaues Seidenkleid nach burda MMM

Ich gestehe hiermit diese Stoffkaufsünde. Und ich bereue… garnichts ;)! Eine Unterbrechung in meinem kontinuierlichen Stoffbergabbau, der – da muss ich mich mal loben – bisher ganz gut funktioniert hat. Aber, ihr müsst wissen: es ist Seide von Versace! Er fasst sich unglaublich schön an! Es gibt einen unmittelbaren Anlass für den Stoff in Form eines Kleides für den Partyabend zum Junggesellinnenabschied einer lieben Freundin! Und…  heruntergesetzt war er auch noch!! Ich hatte sofort eine Vorstellung davon, wie das Kleid aussehen würde,  habe das Kleid schon auf der Haut gespürt!! Da habe ich nicht lange gefackelt und die letzten 2,30m mitgenommen und stehe voll und ganz hinter meiner Sünde :D. Ich weiß,  dass ihr mich versteht ;).

Vom Stoffladen nach Hause, in die Waschmaschine (Seidenwaschgang versteht sich!), ALLE Schnitthefte nach DEM Schnitt durchsucht, um Mitternacht auf die Wäscheleine gehängt und am nächsten Abend nach der Arbeit hab ich das edle Stück gleich zugeschnitten – ehe doch noch irgendwelche Hemmungen auftauchen, den Schatz so unmittelbar zu verarbeiten.

Die beiden darauf folgenden Abende habe ich das Kleid aus meiner Stoffladen-Vision genäht. Dann noch geschwind den Schrank durchwühlt nach etwas Passendem zum überziehen, da es derzeit noch knackig kalt ist – zu kalt für dünne Seidenkleidchen. Welch ein glücklicher Zufall, dass der Blazer aus dem Spanienurlaub im letzten Jahr zu dem Kleid passt, wie dafür gemacht!! Gefaltet und in den Koffer gepackt, denn am nächsten Tag war auch schon der Junggesellinnenabschied :D! Ratz fatz ist es gegangen – Stoff am Dienstag gekauft, Kleid am Samstagabend ausgeführt!!

Zum Junggesellinnenabschied gab es übrigens noch ein DIY für Haarschmuck aus Organza und Perlen!

Aber damit noch nicht genug. Es war ja erst 23 Uhr am Freitag Abend ;). Warum nicht noch schnell eine passende Umhängetasche nähen?!? Nicht lange überlegen und los geht es. Eine gute Stunde später lag auch meine neue schwarze Lederclutch im Koffer und ich völlig kaputt im Bett ;D.

Der Samstag war ein voller Erfolg für uns Mädels,  wir hatten einen richtig schönen Tag – das neue Kleid am Abend hat die Party bestens bestanden.

Nun atmen wir einmal tief durch und wenden uns den Details zu.

Ich habe für das Kleid den Schnitt 122 aus der Burda 7/2011 verwendet. Er traf genau meine Vision von einem lässig schicken Kleid, das ich im Sommer ganz leger mit Sandalen tragen kann.

Wie üblich bei Kleidern habe ich für das Oberteil eine Konfektionsgröße kleiner gewählt als für das Rockteil. Die Taille habe ich 2 cm tiefer versetzt und damit das Oberteil um 2 cm verlängert. Die Länge des Rockteils ist gleich geblieben. Ich hatte zur Sicherheit 8cm mehr Länge am Saum gelassen falls mir das Kleid nach Originalschnitt zu kurz ist. Das habe ich beim Säumen aber wieder weggenommen. Mir gefällt die Länge so.

Mit dem Ausschnitt habe ich mich etwas schwer getan – selbstverschuldet. Anders als im Schnitt vorgesehen, wollte ich die Ausschnittkanten an Hals und Armen verstürzt einfassen, sodass man von außen das Schrägband nicht sieht. Am Hals und an den Armen hat das sehr gut geklappt. Aber der Ausschnittschlitz wird einfach nur im Schnittteil an der vorderen Mitte eingeschnitten. Daher fehlte mir natürlich die Nahtzugabe, um das Schrägband wie geplant mit der Ausschnittkante zu verstürzen. Es ist trotzdem ganz gut geworden. Der Ausschnitt ist dadurch offenherziger als er im Schnitt gedacht war. Innen sieht es am Ausschnittspitz nicht so professionell aus.

Die Seitentaschen unterstreichen die Lässigkeit dieses Schnitts, was mit dem edlen Material einen herrlichen Kontrast ergibt.

In der Taille wird ein Tunnel untergenäht und ein Gummiband eingezogen. Das Aufnähen des Tunnels fand ich die größte Herausforderung. Denn er wird von Rechts genäht während unter dem Stoff unsichtbar der Stoffstreifen für den Tunnel liegt. Nur die Stecknadeln zeigen wo sich der schmale Streifen befindet. Am Ende soll der Tunnel zum Einen mit den beiden Nähren vollständig erfasst sein, zum Anderen sollen die beiden Nähte parallel verlaufen und dazwischen Platz für das Gummiband lassen. Mit meinem Ergebnis bin ich nicht 100%ig zufrieden. Die Nähte sind nicht immer perfekt parallel und von Links sieht es nicht ganz nach Versace aus, auch wenn der Tunnel keine Lücken hat. Beim Gedanken, den Tunnel von Links aufzusteppen, habe ich befürchtet, dass ich mich zu sehr am Tunnelstreifen orientiere und die Parallelität meine Nähte extrem darunter leidet. Habt ihr irgendwelche Tipps wie man das professionell verarbeitet?

Kurz hatte ich schon überlegt, auf den Tunnel ganz zu verzichten,  und die Taille mit zwei Smoknähten zu raffen. Ich habe mich dann aber nicht an dieses Experiment gewagt.

Den Schnitt finde ich jedenfalls sehr empfehlenswert und werde ihn definitiv nochmal nähen für ein weiteres Sommerkleid – dann mit entschärfterem Ausschnitt. Einziger Nachteil: Der Stoffverbrauch ist durch die vielen Schrägbänder relativ groß. Egal, wenn das Ergebnis überzeugt ;).

Einen wunderschönen frühlingshaften MeMadeMittwoch wünsche ich Euch allen!
Vielen Dank an meinen geduldigen Liebsten, der nach der Arbeit kurz vor Sonnenuntergang noch gefühlt hunderte Fotos von mir macht.