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Kunst an der Costa Blanca – Altea schmeckt nach Minze

Wenn wir diese Woche schon bei Kunst sind möchte ich euch Altea ans Herz legen. Eine wunderschöne kleine Künstlerstadt an der Costa Blanca in Spanien, die in zauberhaften verwinkelten Gässchen viele kleine Kunstatelies versteckt.  

Die Altstadt liegt am Hang mit Blick aufs Meer. Man kommt mit dem Fotografieren nicht mehr hinterher weil jegliche Perspektive in den Gassen diesen inspirierenden Zauber versprüht.

Meinen Schmetterlingsrock habe ich zu der Gelegenheit ausgeführt. Dazu ein pinkes gekauftes Top – ein schon älteres Teil – und die selbstgenähte Chobe-Bag, die ich schon des Öfteren hier gezeigt habe. Mit viel Pink treffe ich diesen Sommer einen der großen Farbtrends auf den Laufstegen.

Nach vielen Treppen, Gassen und in uns aufgesaugten Eindrücken sind wir hungrig auf ein zauberhaftes Restaurant gestoßen „Quel Que Quieres“. Nicht der klassische Schickimickikram für Segeltouristen wie es an der Küste sonst oft zu finden ist, sondern etwas Gemütliches, einladend Familiäres.

Es gab viele Details an der mit Liebe gestalteten Dekoration zu entdecken – immer wieder gemischt mit Gemälden und Zeichnungen. Wir haben das stilvolle DIY-Ambiente so sehr genossen und noch viel mehr die vorzügliche hausgemachte Pasta und zum Abschluss den hausgemachten Käsekuchen mit Orangenmarmelade. Jeder Bissen war ein Geschmackserlebnis! Dazu habe ich einen frisch gepressten ACE-Saft getrunken. 

Das Restaurant wird von einem herzensguten spanischen Paar betrieben, die uns zum Abschied noch von ihren hausgemachten Likören probieren ließen: Schokolade und Minze. Beides ein Gedicht! 

Unsere Sinne wurden in Altea in jeder erdenklichen Weise verwöhnt! 

Vom Winter in den Frühling – Pullover wird per Upcycling zum Rock 

Dieser Rock ist ein super schnelles DIY Upcycling Projekt. Man braucht nur Bündchenware und einen Pullover,  den man nicht mehr trägt. 

Den blauen Strickpullover habe ich vielleicht 2 mal getragen. Er ist mit großen Maschen gestrickt und hat einen schönen Glanz. Allerdings sind die Maschen zwar blickdicht,  aber gerade so groß dass es „durchzieht“. Für mich selbst fast unbegreiflich, aber im Winter friere ich in diesem Pullover! Er ist vermutlich nur für eine ganz bestimmte Temperatur gedacht – nicht zu warm, nicht zu kalt und unbedingt windstill. 🙂

Für den Rock gab es zwei Möglichkeiten für sein weitere Schicksal: entweder Altkleidersack oder ein Upcycling Versuch? Na wo sind wir denn hier, wenn das ernsthaft die Frage wäre?! 

Die Kurzfassung: Ausschnitt und Ärmel werden unterhalb der Armausschnitte abgeschnitten und an die obere Kante wird ein Bund aus Bündchenware angenäht. Fertig! 

Als Weite des Bundes habe ich 2/3 der Weite der oberen Kante des Rocks genommen. Der Bund ist 7 cm breit im fertigen Zustand. Er wird doppelt genommen,  also braucht man 16 cm (incl. Nahtzugabe). 

Der neue dunkelblaue Strickrock zusammen mit dem (gekauften) blau-weißen Ringelshirt ergibt ein angenehm zu tragendes maritimes Outfit. Die luftdurchlässigen Maschen des Rocks sind nun total angenehm zu tragen. Definitiv ein Kandidat für die Lieblingsstücke. Wie er sich im Winter mit Strumpfhose macht, muss ich zu gegebener Zeit testen. 

Die auf den Bildern kaum sichtbare schwarze Lederclutch ist auch selbst genäht – natürlich.  Ich habe sie hier ausführlicher vorgestellt

Diese Upcycling Technik hat sich sehr bewährt. Es liegen hier noch zwei weitere Pullover,  die schon fast im Sack für die Kleidersammlung gelandet wären. Sie warten jetzt auf ihren Upcycling-Moment. Man darf echt nix wegwerfen wenn man eine Nähmaschine hat :)!

Und damit ab zum MeMadeMittwoch! Außerdem freue ich mich dass ich damit noch bei Ingrids Blogsommer im Mai teilnehmen kann. 

Foldover Waist und Slogan Shirt – Vom Laufsteg in den Kleiderschrank Finale!

Dass der Sonntag mit deutlich weniger Sonne aufgewartet hat als am Samstag, war sehr förderlich für meine beiden Projekte zur Aktion „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“. Hat doch alles sein Gutes :). Beide Teile sind jetzt fertig – Slogan Shirt und Rock mit Foldover Waist – und besonders auf den Rock bin ich stolz! Hier geht’s zu meiner ursprünglichen Planung. Ich freue mich total, dass ich Euch beides heute zeigen kann!

1. Zunächst mal zum Slogan Shirt

Das hier waren die Vorlagen:

Als Slogan hatte ich mich für die großartige Vorlage „Badass Sewist“ von Selmin entschieden. Der Schnitt ist ein schlichter Schnitt aus einer Nähstyle. Weil mir dann der Schriftzug allein auf dem grauen Shirt zu langweilig war, habe ich den Slogan noch mit goldenen Pailletten in Handarbeit umrandet. Im Zwischenbericht gibt es ein kleines Makeing Of. Und …. tadaaaaa … hier ist das Endergebnis:

Das Shirt passt nicht so gut zum Foldover Waist Rock. Die Farbe des Shirts passt nicht exakt und insgesamt ist es mir dann zu grau.

Aber dafür ist das Shirt wie für den gelb-gestreiften Rock geschaffen, den ich „Sonnenaufgang im Blumengarten“ getauft habe! Für den Rock hatte ich bisher nur wenige Oberteile zum Kombinieren. Daher bin ich mit dem neuen Slogan Shirt total glücklich!

2. Und jetzt zum Rock mit Foldover Waist
Das hier waren die Vorlagen:

Und dann hatte ich diesen Schnitt in der Nähtrends 3/17 entdeckt. Da mir der Proberock aus dem Schnitt leider garnicht gepasst hat, habe ich beschlossen mir den Schnitt nach dem Beispiel selbst zu erstellen. Im Zwischenbericht #2 gab es Details zur Entstehung des Rockes. 

Ich habe schon öfter Rockschnitte selbst erstellt. Diesmal habe ich zum ersten mal einen aufwändigeren Schnitt als die sonst eher schlichten A-Linien-Röcke daraus erstellt. Die Wickeloptik mit schrägem Vorderteil und Bindebänder. Und dann natürlich noch das Teil für die Foldover Waist!

Das hat alles sehr gut geklappt – wie schon in meinem Zwischenstand #2 berichtet.

Und hier ist er nun:

Na gut, es lief gut bis auf eine Ausnahme: Kurz bevor ich mit allen Nähten fertig war – es fehlte nur noch der Saum – ist bei der letzten Anprobe der Nahtreißverschluss kaputt gegangen. Der hatte mir zuvor schon ein paar Nerven geraubt – ich hätte ihn schon früher heraustrennen und entsorgen sollen. Also war ich zum Tausch des Reißverschlusses gezwungen. Dabei ist mir das Einnähen des Ersatzreißverschlusses nicht mehr so gut gelungen wie beim ersten :(. Auf den Bildern sieht man die Falten, die um den Reißverschluss entstanden sind. Das muss ich nochmal neu machen – so gefällt mir das nicht.

Und damit bin ich auch endlich mit dabei beim Finale von „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“!  Einige Finalistinnen präsentieren dort schon ihre Designerstücke. 

Mal sehen was heute außerdem noch so beim MeMadeMittwoch los ist!

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank – Foldover Rock Zwischenstand Nr. 2 statt Finale

Das Finale von „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ war schon am Wochenende. Leider noch ohne mich :(. Mein Rock mit Foldover Waist hat mir doch etwas mehr Zeit abverlangt als gedacht. Und gerade das Nötigste war zuletzt sehr knapp: die Zeit. Daher gibt es trotz aller Bemühungen anstatt des Finales bei mir heute einen weiteren Zwischenstand.

Das Shirt  habe ich hier schon beim ersten Zwischenstand gezeigt und ist jetzt soweit fertig und ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Die Pailletten peppen das Beige auf. Damit das Pailletten-Rechteck gleichmäßig wird,  habe ich es zuvor mit einer Schablone und Bleistift aufgezeichnet.  Ich habe sie dann von Hand aufgenäht.

Soviel mal als Preview ;)… Damit es spannend bleibt… Das Gesamtbild gibt’s zu meinem persönlichen Finale hier im Blog.

Beim Rock habe ich mich für einen komplett selbst erstellten Schnitt entschieden. Den Heftschnitt habe ich aus Nessel probegenäht und das Ergebnis saß leider garnicht – zu eng an der Hüfte, zu weit an der Taille. An dem selbst erstellten Schnitt habe ich die Schnittführung des Heftschnitts übertragen und das Teil für die Foldover Waist hinzugefügt. Das war alles einfacher als ich erwartet hatte. Der Schnitt passte nun also, jetzt ging es noch um die Vorbereitung der Details bevor ich mit dem Zuschnitt beginnen konnte. Mit der gemusterten und der uni Seite des Stoffes wollte ich bei dem Rock spielen. Das will gut überlegt sein.

Vor dem Zuschnitt aus dem wertvollen Stoffschätzchen habe ich mit origami-ähnlicher Falttechnik versucht mir ein Bild davon zu machen wie der fertige Rock aussehen könnte. Sollen Bindebänder dran? Sollen die vordere Kante und der Saum zusätzlich betont werden?
Da ich genug von dem Stoff hatte, habe ich mich dann für die Bindebänder entschieden. Die vordere schräge Kante und den Saum zu betonen habe ich aber gelassen. Das lenkt zu sehr von der Foldover Klappe ab.

Der Stoff ließ sich sehr leicht zuschneiden – er ist in eine Richtung elastisch,  er kringelt sich nicht ein und er franst überhaupt nicht aus.

Und hier der fertige Zuschnitt:

Vom Stoff sind nur kleine Fetzchen übrig geblieben. Ich habe wirklich alles verbraucht 🙂 – perfekt! Bei den ganzen asymmetrischen Rockteilen,  war beim Zuschnitt absolute Konzentration nötig. Alle Teile waren zugeschnitten. Kurze Kontrolle, und dann… oh nein! Trotz Konzentration habe ich doch glatt die Foldover-Klappe falsch herum zugeschnitten! Die sollte doch nicht mit der Musterseite nach Außen!! Ich habe mich so sehr geärgert!!  Das hätte fast das elementare Design des Rocks kaputt gemacht. Aber zum Glück war noch ein einziges großes Stück Stoff übrig,  das genau für diese Klappe gereicht hat. Die falsch zugeschnittene konnte ich am Ende zum Verstürzen verwenden, was die Verarbeitung der Klappe sogar noch besser und einfacher gemacht hat :). Puh, das ging nochmal gut.

Die Bindebänder habe ich mir so gedacht,  dass sie außen gemustert sind und innen uni.
Zwei Metallspangen von einer alten Hose werden hier wiederverwendet :).

Für einen Moment dachte ich, dass ich mir mit den Bindebändern den Reißverschluss sparen könnte,  aber das wäre doch etwas zu umständlich zum An- und Ausziehen. Daher bekommt der Rock einen durchgängigen Formbund und einen Nahtreißverschluss. Damit wird er nicht Wickel,  sondern nur Wickeloptik :).

Der Rock nimmt schon langsam Gestalt an:

Eine erste Anprobe war schon möglich. Ergebnis: Der Reißverschluss hakt noch an den Bindebändern – muss also nochmal raus und neu rein, die Abnäher hinten sind noch zu spitz, Saum und Bund fehlen noch komplett und der Rock muss evtl. noch 10 cm kürzer werden. Aber es wird! Dieser Rock könnte ein stylisches Lieblingsteil werden…

Mein Finale ist hoffentlich auch nicht mehr fern!