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verschiedenArt auf dem 32c3

Jedes Jahr zwischen Weihnachten und Silvester nehme ich an einer der coolsten Veranstaltungen teil, die es gibt: dem Chaos Communication Congress, organisiert vom CCC. Dieses Jahr ist es der 32. Congress, daher der Name 32c3.

Was man hier macht? “Kreativer Umgang mit Technik” ist wohl die kürzeste und teffendste Beschreibung. Das ist weit gefasst. Dadurch gibt es hier jede Menge zu entdecken. Anders als viele vermuten, geht es bei dieser Veranstaltung nicht nur ums Programmieren. Es geht nicht mal immer um Computer. Hier ist auch jede Menge Kunst zu finden!

Ein paar Eindrücke habe ich versucht mit der Camera einzufangen:

Skulpturen und Bilder:
Im CCH gibt es jede Menge Austellungsfläche, wo auch recht große Skulpturen ausgestellt werden.
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Kreativität:
Auch Stick- und Strickmaschinen findet man auf dem Congress. Die Maschinen sind meistens nicht ganz unverändert. Die Schnittstellen zu den Maschinen sind gerne individuell programmiert. Ein gutes Beispiel ist die antiquierte Stickmaschine, die eigentlich Lochkarten-Strickmuster verarbeitet. Sie wurde umgebaut und kann jetzt Strickmuster von einem Computer empfangen. image

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Hologrammgravur:
Eine spezielle Art der Gravur auf Metall, wodurch beim Betrachten der 3D-Effekt entsteht. Man muss sich schon besonders anstrengen, um einen Winkel zu finden, bei dem man die Struktur ohne 3D-Effekt erkennen kann.
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Interaktiver Sandkasten:
Eines meiner Lieblingsstücke. Hier stehen immer jede Menge Kinder und Erwachsene drum herum und schieben und türmen Sand auf. In allen Vertiefungen erscheint dann “Wasser”, alle Erhebungen werden zu braunen Hügeln. Drückt man mit dem Finger eine Delle irgendwo in den Sand, erscheint sofort Wasser. Immer wieder ein Publikumsmagnet.
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Dekoration:
Aus dem sonst recht kahlen und ungeschmückten Congress Center werden kaum Kosten und Mühen gespart um für nur 4 Tage Dekoration aufzubauen, von der so manche Disco, Bar, Bistro etc. nur träumen kann. Bereiche zum quatschen und entspannen sind liebevoll mit Teppichen, Kissen und Tüchern dekoriert. Die Lasershow in der Lounge war gigantisch! Ein Tunnel im StarTreck-Design verbindet zwei Hallen miteinander. Und alle noch so kleinen Ecken sind liebevoll mit vielen Accessoirs dekoriert für den maximalen Wohlfühleffekt.
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Tetris everywhere 🙂
Waagrecht, senkrecht, interaktiv, statisch und sogar in Form von Teppichstücken. Die Tetris-Bausteine begegnen den Congress-Besuchern an allen möglichen Orten in groß und klein. Auf diversen Bildschirmen und LED-Projekten kann man Tetris spielen.
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Neues LED-Projekt: optische Bewegungserkennung

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Was mein Bruder und ich gerade gemeinsam bauen, ist eine optische Bewegungserkennung (motion capture). Damit können Computerspiele oder virtuelle Realitäten durch Körperbewegung gesteuert werden.
So etwas gibt es z. B. unter dem Namen TrackIR von Microsoft zu kaufen. Wir versuchen das selbst zu bauen, nach dieser Anleitung. Ganz ähnlich ist auch diese Anleitung. Dabei beschränken wir uns auf die Erkennung von Kopfbewegungen.

Hauptbestandteile der Konstruktion sind 3 Infrarot-LEDs, die am Kopf befestigt werden und eine Kamera, durch die die Bewegungen der LEDs erkannt werden.

Noch sind wir nicht fertig und wissen auch noch nicht ob es funktionieren wird. Es bleibt also spannend!
Wenn das Projekt gelingt stelle ich eine detaillierte Anleitung zur Verfügung.

Egal wie es später ausgeht, zeige ich Euch hier unseren aktuellen Zwischenstand.

Zubehör:
3 Infrarot-LEDs
3 LED Neoprenfassungen
2 Stabilo-Stifte
1 tictac Dose
1 USB Kabel
Lochrasterplatine
Dünne Kabel
1 Webcam (bei der man den Infrarotfilter entfernen kann)
1 Diskette

Begonnen haben wir mit der Befestigung für die LEDs. Sie müssen in ganz bestimmtem Abstand zueinander in die Kamera “schauen”. Das ganze wird dann mit einem Klipp seitlich am Kopf befestigt.
Wir haben uns spontan für Stabilo-Stifte entschieden. Vorne und hinten kappen, Miene entfernen und schon hat man eine vielseitig verwertbare Plastikhülse (kennt der eine oder andere aus der Schule als Blasrohr ;-)).

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Die Neoprenfassungen der LEDs passen genau in die Stiftehülsen! 🙂

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Die Stiftehülsen lassen sich mit einem Feuerzeug vorsichtig erhitzen und biegen. Ja, es sieht ein wenig verkokelt aus. Das wird zum Schluss mit Acrylfarbe überpinselt :-).

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 Die tictac Dose bekommt 3 Löcher mit der Bohrmaschine. In unserem Fall haben wir dafür Papas professionelle Ständerbohrmaschine verwendet :).
In diese Löcher schieben wir dann die Stiftehülsen.
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Damit die Hülsen an Ort und Stelle in der tictac Dose bleiben, haben wir Modellbaukleber verwendet und damit es bombenfest sitzt zusätzlich noch Patex Komponentenkleber für Kunststoff (im Foto gut erkennbar die weiße Masse). Der lässt sich wie Knetmasse verarbeiten.

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Jetzt kommt der Lötkolben zum Einsatz.
Die LEDs in ihre Neoprenfassungen einsetzen. An die LED Beinchen wird jeweils ein Kabel angelötet. Die Kabel durch die Stiftehülsen fedeln, sodass die LEDs jetzt am Ende der Stiftehülsen sitzen.

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Nun konnten wir die LEDs in die tictac Dose einfedeln.

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Die Kabelenden kommen jetzt auf die Platine.
Die LEDs werden parallel geschaltet, sodass jede einen Vorwiderstand (in unserem Fall 39 Ohm) erhält. Da alle roten Kabel plus und alle grauen minus sind, kann man sie leicht zuordnen.
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Für die Stromversorgung wird ein USB Kabel verwendet. Ein Ende des Kabels wird abgezwickt. Je nach Kabel kommen 3 oder 4 Drähte zum Vorschein. Bei unseren USB Kabeln die wir getestet haben, waren immer rot und schwarz mit 5V Spannung belegt.
Den roten und schwarzen Draht haben wir als Spannungsversorgung auf die Platine aufgelötet.

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Der Kabelsalat zusammen mit der Platine passen wunderbar in die Tictac Dose. Durch die Öffnung am Deckel der Dose kann man das USB Kabel nach außen führen.

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In unserer tictac Dose ist alles schön aufgeräumt.

Die Webcam muss Infrarotlicht sehen können. Dazu haben wir sie auseinander gebaut und den Infrarotfilter entfernt.
Die Camera darf nicht zu viel Licht abbekommen. Als “Sonnenbrille” dient ein kleiner Schnipsel von dem Inneren der Diskette. Wir haben den Schnipsel im Inneren der Camera mit dem Modellbaukleber eingeklebt.

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So, das ist der aktuelle Stand.
Uns fehlen noch die Widerstände und die Kopfbefestigung, dann können wir die Konstruktion testen.

In ein paar Wochen geht das Projekt in die 2. Runde. Dann gibt es hier im Blog das Finale.

BlinkenBag


BlinkenBag Elektronik 2011

Die BlinkenBag ist schon ein etwas älteres Projekt (2011). Sie ist eine Tasche im Nostalgie-Fernseher-Design aus braunem und schwarzem Kunstleder. Ihre Besonderheit ist natürlich die enthaltene Elektronik, die dafür sorgt, dass 144 LEDs auf der Vorderseite blinken. Mit den LEDs lassen sich Bilder und Animationen darstellen!

Im Innern der Tasche befindet sich ein recht überschaubarer Kabelsalat mit einer Platine, von der aus die LEDs kontrolliert werden. Die Bilder und Animationen sind auf einer SD-Karte gespeichert, die in die Platine eingesteckt ist.
Dank der 4  Akkus ist die BlinkenBag unabhängig von Steckdosen frei tragbar. Schwer ist sie sowieso nicht.

Details zu der Tasche incl. Making-Off sind hier zu finden.
Ihren ersten Auftritt hatte die BlinkenBag 2011 als Teil einer halb-öffentlichen Kunstausstellung bei Bosch SI.