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Foldover Waist und Slogan Shirt – Vom Laufsteg in den Kleiderschrank Finale!

Dass der Sonntag mit deutlich weniger Sonne aufgewartet hat als am Samstag, war sehr förderlich für meine beiden Projekte zur Aktion „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“. Hat doch alles sein Gutes :). Beide Teile sind jetzt fertig – Slogan Shirt und Rock mit Foldover Waist – und besonders auf den Rock bin ich stolz! Hier geht’s zu meiner ursprünglichen Planung. Ich freue mich total, dass ich Euch beides heute zeigen kann!

1. Zunächst mal zum Slogan Shirt

Das hier waren die Vorlagen:

Als Slogan hatte ich mich für die großartige Vorlage „Badass Sewist“ von Selmin entschieden. Der Schnitt ist ein schlichter Schnitt aus einer Nähstyle. Weil mir dann der Schriftzug allein auf dem grauen Shirt zu langweilig war, habe ich den Slogan noch mit goldenen Pailletten in Handarbeit umrandet. Im Zwischenbericht gibt es ein kleines Makeing Of. Und …. tadaaaaa … hier ist das Endergebnis:

Das Shirt passt nicht so gut zum Foldover Waist Rock. Die Farbe des Shirts passt nicht exakt und insgesamt ist es mir dann zu grau.

Aber dafür ist das Shirt wie für den gelb-gestreiften Rock geschaffen, den ich „Sonnenaufgang im Blumengarten“ getauft habe! Für den Rock hatte ich bisher nur wenige Oberteile zum Kombinieren. Daher bin ich mit dem neuen Slogan Shirt total glücklich!

2. Und jetzt zum Rock mit Foldover Waist
Das hier waren die Vorlagen:

Und dann hatte ich diesen Schnitt in der Nähtrends 3/17 entdeckt. Da mir der Proberock aus dem Schnitt leider garnicht gepasst hat, habe ich beschlossen mir den Schnitt nach dem Beispiel selbst zu erstellen. Im Zwischenbericht #2 gab es Details zur Entstehung des Rockes. 

Ich habe schon öfter Rockschnitte selbst erstellt. Diesmal habe ich zum ersten mal einen aufwändigeren Schnitt als die sonst eher schlichten A-Linien-Röcke daraus erstellt. Die Wickeloptik mit schrägem Vorderteil und Bindebänder. Und dann natürlich noch das Teil für die Foldover Waist!

Das hat alles sehr gut geklappt – wie schon in meinem Zwischenstand #2 berichtet.

Und hier ist er nun:

Na gut, es lief gut bis auf eine Ausnahme: Kurz bevor ich mit allen Nähten fertig war – es fehlte nur noch der Saum – ist bei der letzten Anprobe der Nahtreißverschluss kaputt gegangen. Der hatte mir zuvor schon ein paar Nerven geraubt – ich hätte ihn schon früher heraustrennen und entsorgen sollen. Also war ich zum Tausch des Reißverschlusses gezwungen. Dabei ist mir das Einnähen des Ersatzreißverschlusses nicht mehr so gut gelungen wie beim ersten :(. Auf den Bildern sieht man die Falten, die um den Reißverschluss entstanden sind. Das muss ich nochmal neu machen – so gefällt mir das nicht.

Und damit bin ich auch endlich mit dabei beim Finale von „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“!  Einige Finalistinnen präsentieren dort schon ihre Designerstücke. 

Mal sehen was heute außerdem noch so beim MeMadeMittwoch los ist!

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank – Foldover Rock Zwischenstand Nr. 2 statt Finale

Das Finale von „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ war schon am Wochenende. Leider noch ohne mich :(. Mein Rock mit Foldover Waist hat mir doch etwas mehr Zeit abverlangt als gedacht. Und gerade das Nötigste war zuletzt sehr knapp: die Zeit. Daher gibt es trotz aller Bemühungen anstatt des Finales bei mir heute einen weiteren Zwischenstand.

Das Shirt  habe ich hier schon beim ersten Zwischenstand gezeigt und ist jetzt soweit fertig und ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Die Pailletten peppen das Beige auf. Damit das Pailletten-Rechteck gleichmäßig wird,  habe ich es zuvor mit einer Schablone und Bleistift aufgezeichnet.  Ich habe sie dann von Hand aufgenäht.

Soviel mal als Preview ;)… Damit es spannend bleibt… Das Gesamtbild gibt’s zu meinem persönlichen Finale hier im Blog.

Beim Rock habe ich mich für einen komplett selbst erstellten Schnitt entschieden. Den Heftschnitt habe ich aus Nessel probegenäht und das Ergebnis saß leider garnicht – zu eng an der Hüfte, zu weit an der Taille. An dem selbst erstellten Schnitt habe ich die Schnittführung des Heftschnitts übertragen und das Teil für die Foldover Waist hinzugefügt. Das war alles einfacher als ich erwartet hatte. Der Schnitt passte nun also, jetzt ging es noch um die Vorbereitung der Details bevor ich mit dem Zuschnitt beginnen konnte. Mit der gemusterten und der uni Seite des Stoffes wollte ich bei dem Rock spielen. Das will gut überlegt sein.

Vor dem Zuschnitt aus dem wertvollen Stoffschätzchen habe ich mit origami-ähnlicher Falttechnik versucht mir ein Bild davon zu machen wie der fertige Rock aussehen könnte. Sollen Bindebänder dran? Sollen die vordere Kante und der Saum zusätzlich betont werden?
Da ich genug von dem Stoff hatte, habe ich mich dann für die Bindebänder entschieden. Die vordere schräge Kante und den Saum zu betonen habe ich aber gelassen. Das lenkt zu sehr von der Foldover Klappe ab.

Der Stoff ließ sich sehr leicht zuschneiden – er ist in eine Richtung elastisch,  er kringelt sich nicht ein und er franst überhaupt nicht aus.

Und hier der fertige Zuschnitt:

Vom Stoff sind nur kleine Fetzchen übrig geblieben. Ich habe wirklich alles verbraucht 🙂 – perfekt! Bei den ganzen asymmetrischen Rockteilen,  war beim Zuschnitt absolute Konzentration nötig. Alle Teile waren zugeschnitten. Kurze Kontrolle, und dann… oh nein! Trotz Konzentration habe ich doch glatt die Foldover-Klappe falsch herum zugeschnitten! Die sollte doch nicht mit der Musterseite nach Außen!! Ich habe mich so sehr geärgert!!  Das hätte fast das elementare Design des Rocks kaputt gemacht. Aber zum Glück war noch ein einziges großes Stück Stoff übrig,  das genau für diese Klappe gereicht hat. Die falsch zugeschnittene konnte ich am Ende zum Verstürzen verwenden, was die Verarbeitung der Klappe sogar noch besser und einfacher gemacht hat :). Puh, das ging nochmal gut.

Die Bindebänder habe ich mir so gedacht,  dass sie außen gemustert sind und innen uni.
Zwei Metallspangen von einer alten Hose werden hier wiederverwendet :).

Für einen Moment dachte ich, dass ich mir mit den Bindebändern den Reißverschluss sparen könnte,  aber das wäre doch etwas zu umständlich zum An- und Ausziehen. Daher bekommt der Rock einen durchgängigen Formbund und einen Nahtreißverschluss. Damit wird er nicht Wickel,  sondern nur Wickeloptik :).

Der Rock nimmt schon langsam Gestalt an:

Eine erste Anprobe war schon möglich. Ergebnis: Der Reißverschluss hakt noch an den Bindebändern – muss also nochmal raus und neu rein, die Abnäher hinten sind noch zu spitz, Saum und Bund fehlen noch komplett und der Rock muss evtl. noch 10 cm kürzer werden. Aber es wird! Dieser Rock könnte ein stylisches Lieblingsteil werden…

Mein Finale ist hoffentlich auch nicht mehr fern!

Vom Laufsteg in den Kleiderschrank – Zwischenstand

Vor einer Woche sind die Messer meiner Overlock mit einer Stecknadel kollidiert. Danach war die Overlock natürlich im Zwangsurlaub, weil ohne sauberen Schnitt garnix geht – ich habs versucht :(.

Daher hatten alle meine Nähprojekte ebenfalls Zwangspause. Dabei rückte doch der 31.3. näher wo ich den Zwischenstand meiner geplanten Laufstegprojekte präsentieren wollte :(!! Nach der Trauerphase über meine Overlockmesser habe ich mich an die Bestellung neuer Messer gemacht. Ich habe bei Dittrich Nähmaschinen am Montag Abend bestellt und hatte schon am Mittwoch morgens das Päckchen – ohne dass ich irgendeine Art von Expressversand gewählt hätte! Die wissen einfach was wichtig ist :D!

Dann ging es jedenfalls sofort los,  die zugeschnittenen Teile zusammenzutackern 🙂 – schließlich musste ich ein paar Tage aufholen.

  1. Das Sloganshirt

Das Shirt in Größe 38/40 aus einer Nähstyle aus meinem Archiv war gleich mal viel zu groß. Mein Jersey ist sehr schwer und sehr dehnbar. Also habe ich sehr großzügig verkleinert – sowohl an den Schultern wie auch an den Seitennähten. Jetzt sitzt es ganz gut.

Der Schriftzug ist von Tweed&Greet und war ruckzuck mit der Lavendelöl-Fototransfertechnik auf das Shirt übertragen. Den Schriftzug möchte ich noch mit Pailletten pimpen :).

Auch den V-Ausschnitt habe ich in einen großen Rundhals abgeändert. Es fehlen noch die Ausschnitteinfassungen und der Saum.

2.  Der Rock mit Foldover Waist

 

Ja und dann noch der Rock mit der Foldover Waist… An den habe ich mich nicht gleich ran getraut. Ich habe mich erstmal auf Schnittmustersuche in meinem Archiv begeben. In meiner Vorstellung sollte die Basis ein Wickelrock sein.
Und noch bevor ich etwas Brauchbares gefunden hatte, hielt ich die Nähtrends 3/17 in der Hand, mit einem richtig schicken Wickelrock darin. Also, Schnittheft gekauft, Schnitt gefunden! Den werde ich als Basis verwenden.

Hier der Schnitt (Vorder- und Rückseite):

Und das Modellfoto:

Dass das Wickelteil vorne schräg angesetzt ist, finde ich super!  Ich werde das schräge Vorderteil oben bis zu Taille verlängern und wahrscheinlich die Bindebänder weglassen (zu wenig Stoff) und darüber mein Foldover-Teil ansetzen, sodass es über das schräge Wickelteil fällt.

Als nächstes nähe ich einen Proberock, um zu sehen wie der Schnitt sitzt und ob mein Plan mit dem Foldoverteil nach was aussieht. Ich halte Euch auf dem Laufenden hier im Blog.

Mehr Fortschrittsberichte von der Aktion vom Laufsteg in den Kleiderschrank gibt es hier bei wollixundstoffix zu bewundern.

Casual Caro – Wollshirt nach burda

Heute zeige ich Euch ein komplett selbstgenähtes Outfit. Rock, Shirt und Handtasche! Den Rock habe ich hier letztes Jahr schon gezeigt.

Von dem Karo-Wollstoff hatte ich über 2 Meter, sodass ich daraus neben dem Tellerrock auch noch ein Wollshirt nähen konnte.

Mit diesem Shirt kam vor einem Jahr der Umbruch in meinen Kleiderschrank – weniger tailliert, mehr Oversize, O-Linie und kastig. Ich mag diesen Stil sehr, weil mir der lässige Chic sehr gefällt.
Mein Wunsch war ein locker sitzendes Shirt, so  lang, dass es zusammen mit dem schwarzen Minirock aus Schurwolle wie ein Kleid wirkt. Und kastig sollte es sein.

Ja okay, dem Rock hätte für die Fotos ein Bügeleisen gut getan :).

Kombiniert habe ich den Wollkaro am Ausschnitt und den Ärmeln mit einem schwarzen festen Stoff mit Elastananteil. Das war ein Rest von einer Hose. Der Wollstoff verträgt den festen schwarzen Stoff gut, eine zarte Baumwolle würde das Gewicht der Wolle nicht gut aushalten. Der U-Boot-Ausschnitt war mir wichtig,  da er die kantige Form des Shirts betont.

Es ist ein sehr einfacher Burda Schnitt, Modell 115 aus der burda 2/2011. Ich konnte den Schnitt ohne Anpassungen für mein Wollshirt verwenden, obwohl er für feinere Stoffe gedacht ist.

Dazu  meine kleine selbstgenähte Allroundhandtasche, mit der ich bei fast jedem Outfit gut bedient bin. verschiedenArt: komplettes Outfit selbstgenäht mit Wollshirt in Karo, Minirock und Handtasche

Auf diesen Bildern trage ich Stiefeletten dazu, an kälteren Tagen mit schwarzen Stiefeln kombiniert, trage ich das Shirt ab dem Herbst bis zu den nicht zu frostigen Wintertagen.

Ich habe auch schon einen langen schwarzen Rollkragenpullover unter das Wollshirt angezogen. Das war aber dann deutlich zu warm :). Ich war überrascht wie sehr die Wolle heizt!  Da ich Wolle nicht direkt auf der Haut tragen kann, brauche ich immer etwas darunter. Ein kurzärmliges T-Shirt darunter reicht aber meistens aus.

Und damit ab zum heutigen MeMadeMittwoch! Ob es noch winterlich zu geht oder schon der Frühling Einzug hällt bei den anderen Damen?

Vielen lieben Dank an Uwe Barnstein für die Fotos!