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Urlaubsgarderobe – Maxikleid in olive 

Mein Maxikleid ist doch noch rechtzeitig vor dem Urlaub fertig geworden! Dass ich die ganze Woche krank und zu nichts fähig war, hat mich in meinem Plan für die Urlaubsgarderobe ganz schön gebremst. Wie knapp es zuletzt wurde habe ich euch im Zwischenstand berichtet. Am Abend vor unserer Abreise habe ich das letzte Trägerband angenäht :).

Und ihr dürft gespannt sein, ich habe sogar noch ein weiteres Teil für meine Urlaubsgarderobe genäht ;)!

Es ist nicht nur mein erstes selbstgenähtes Maxikleid, sondern sogar mein erstes Maxikleid überhaupt! 

Der Schnitt ist aus der burda 04/2017 und sah erstmal sehr passend für meine Vorstellung von meinem Maxikleid aus.
Ich bin bei dem Schnitt von ein paar Angaben abgewichen, nachdem ich ihn zusammen mit meinen Nähtreffmädels genauer studiert habe:

  • Ich hatte 1,70m Stoff. Anstatt 2x die Stoffbreite habe ich daher nur 1x die Stoffbreite für das Rockteil verwendet. Die Naht würde ich sonst auf eine Seite drehen fortlaufend mit der Seitennaht des Oberteils. Damit aber das Muster vorn mittig sitzt ist die Rocknaht hinten mittig. 
  • Die Trägerlösung mit dem Ring hätte ich gerne so nachgearbeitet. Da ich aber keinen Ring hatte und zu krank zum Einkaufen war, habe ich die Träger miteinander verschlungen. Das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Das Oberteil sitzt richtig gut und es verdreht sich nichts. Danke an meinen Liebsten, der geduldig Träger gesteckt hat :)!
  • Außerdem habe ich die Träger in geradem anstatt in schrägem Fadenlauf zugeschnitten,  weil ich nicht so viel Stoff hatte.
  • Den Schlitz am Halsausschnitt habe ich leider vergessen :).
  • Am Rückenteil des Oberteils habe ich in die obere Kante eine dünne Gummischnur durchgezogen. Zuvor hatte sich das Teil zwischen den Trägern in unregelmäßige Falten gelegt. So ist es laut Schnitt zwar gedacht, die gleichmäßige leichte Raffung finde ich aber schöner. Sieht fertiger aus.
  • Den Bund habe ich ganz gelassen, ebenso das Bindeband am Bund. Der Breite Bund sieht schon auf dem Modellfoto im Heft zu bollig aus. Das liegt sicher auch daran, dass im Original doppelt so viel Stoff am Rock an der Taille gerafft werden muss. Dadurch dass ich nur halb soviel Stoff für den Rock genommen habe, konnte ich einfach ein 5mm schmales Gummiband in Taillenweite auf die Taillennaht aufnähen. Dadurch bleibt der zarte Look des dünnen Sommerstoffes besser erhalten. 

    Ich bin nun selbst ganz erstaunt, dass ganz schön viele Abweichungen vom Original zusammen gekommen sind. Trotzdem ist der ursprünglichen Schnitt noch erkennbar. 

    Das Kleid ist nach nur einer ganz kurzen letzten Anprobe direkt im Koffer gelandet. Daher habe ich es im Urlaub in Spanien zum ersten mal richtig ausgeführt. Es trägt sich ganz wunderbar und ist auch bei 30 Grad schön luftig!

    Das Muster am Rock ist zentriert an der vorderen Mitte. Auf manchen Fotos sieht es schief aus – ich habe den Wind im Verdacht der mir den Rock leicht verdreht hat.

    Mit der Erkenntnis dass ich unbedingt noch einen Gehschlitz benötige! Die 1,40m Stoffbreite am Rock klingen viel,  aber das begrenzt die Schrittlänge auf gerade mal 70cm. Das, so musste ich feststellen, erlaubt nur kleine Trippelschritte. Man darf es nicht eilig haben. Gerade so machbar wenn man wirklich gaaaaaanz gemütlich an Schaufenstern entlang bummelt. Ein paar schnelle Schritte über die Straße?!? Lieber nicht! 

    Da ich hinten die einzige Naht am Rock habe, muss ich es dort mit dem Gehschlitz versuchen. Ob das bei einem bodenlangen Kleid wohl ausreicht? Oder verzwirbelt sich der ganze Stoff beim Gehen trotzdem noch um die Beine? Sind vielleicht doch 2 seitliche Schlitze nötig? Ich würde mich freuen wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt.

    Ganz viel Sonne und Urlaubsgefühl schicke ich hiermit heute zum MeMadeMittwoch!

    Vom Winter in den Frühling – Pullover wird per Upcycling zum Rock 

    Dieser Rock ist ein super schnelles DIY Upcycling Projekt. Man braucht nur Bündchenware und einen Pullover,  den man nicht mehr trägt. 

    Den blauen Strickpullover habe ich vielleicht 2 mal getragen. Er ist mit großen Maschen gestrickt und hat einen schönen Glanz. Allerdings sind die Maschen zwar blickdicht,  aber gerade so groß dass es „durchzieht“. Für mich selbst fast unbegreiflich, aber im Winter friere ich in diesem Pullover! Er ist vermutlich nur für eine ganz bestimmte Temperatur gedacht – nicht zu warm, nicht zu kalt und unbedingt windstill. 🙂

    Für den Rock gab es zwei Möglichkeiten für sein weitere Schicksal: entweder Altkleidersack oder ein Upcycling Versuch? Na wo sind wir denn hier, wenn das ernsthaft die Frage wäre?! 

    Die Kurzfassung: Ausschnitt und Ärmel werden unterhalb der Armausschnitte abgeschnitten und an die obere Kante wird ein Bund aus Bündchenware angenäht. Fertig! 

    Als Weite des Bundes habe ich 2/3 der Weite der oberen Kante des Rocks genommen. Der Bund ist 7 cm breit im fertigen Zustand. Er wird doppelt genommen,  also braucht man 16 cm (incl. Nahtzugabe). 

    Der neue dunkelblaue Strickrock zusammen mit dem (gekauften) blau-weißen Ringelshirt ergibt ein angenehm zu tragendes maritimes Outfit. Die luftdurchlässigen Maschen des Rocks sind nun total angenehm zu tragen. Definitiv ein Kandidat für die Lieblingsstücke. Wie er sich im Winter mit Strumpfhose macht, muss ich zu gegebener Zeit testen. 

    Die auf den Bildern kaum sichtbare schwarze Lederclutch ist auch selbst genäht – natürlich.  Ich habe sie hier ausführlicher vorgestellt

    Diese Upcycling Technik hat sich sehr bewährt. Es liegen hier noch zwei weitere Pullover,  die schon fast im Sack für die Kleidersammlung gelandet wären. Sie warten jetzt auf ihren Upcycling-Moment. Man darf echt nix wegwerfen wenn man eine Nähmaschine hat :)!

    Und damit ab zum MeMadeMittwoch! Außerdem freue ich mich dass ich damit noch bei Ingrids Blogsommer im Mai teilnehmen kann. 

    Asymmetrie in zarten Tönen – Bikerjacke 

    Diese Bikerjacke war eigentlich nur ein Probemodell – wenn mir der Schnitt gefiel wollte ich sie aus Wildleder nähen. Dafür waren Schnitt und Anleitung vorgesehen. Das ist schon eine Zeit her. Der Schnitt passt und gefällt. Trotzdem keine Bikerjacke aus Wildleder. Der beige Stoff war nicht sehr teuer,  hat aber einen schönen Glanz. Falls der Schnitt passen sollte, wollte ich das Probemodell nicht umsonst genäht haben. Daher habe ich die Probejacke nach allen Regeln der Kunst genäht und gefüttert. Tja, und dann gefiel sie mir so gut, dass eine Version aus Wildleder garnicht mehr nötig war :). Das Leder, das mir vorschwebte, hatte ich ohnehin noch nicht gefunden. 


    Der Schnitt ist aus aus einer alten burda aus den 90ern aus 05/2004 (garnicht so alt wie ich erst in Erinnerung hatte),  die ich mal geschenkt bekam. Besonderes Detail neben der Asymmetrie ist die vorn aufgesetzte Tasche, die auch die einzige Tasche an der Jacke ist.

    Die Verarbeitung war sehr aufwendig – mit den vielen Details am Kragen und der Asymmetrie. Außerdem musste ich viele Verarbeitungsschritte aufwendiger arbeiten,  weil ich mit Stoff anstatt Leder z. B. nicht offenkantig nähen konnte und den Kragen doppelt zuschneiden und verstürzen musste. 

    Und somit wurde das Probemodell zum Meisterstück erklärt,  das ich sehr gerne trage. Hier übrigens zum selbst genähten Volantskleid vom letzten Herbst – hier schon gezeigt. 

    Damit reihe ich mich ein auf dem Laufsteg beim MeMadeMittwoch.

    Mir war nicht bewusst wie müde ich aussehe als wir die Fotos gemacht haben…. Ist einem anstrengenden Arbeitstag zu verdanken. 

    Update: das genaue burda Heft habe ich oben noch ergänzt (5/2004). 

    Trompeten zum Winterabschied – Wollkleid nach burda 

    Mein letztes Winterteil vor dem Sommer ist dieses langärmelige Schurwollkleid. Mit den Trompeten an den Ärmeln verabschiede ich nun endgültig den Winter ;).

    Genäht habe ich es schon im März,  aber dann wurde es schon so warm, dass ich nicht mal mehr Lust auf Fotos knipsen hatte – ein Schurwollkleid bei 25 Grad!

    Der Stoff ist mal wieder aus meinem Stofflager und ein gut abgehangener edler Zwirn von Gaenslen&Völter aus Metzingen. Mit den braunen Nadelstreifen war er ursprünglich als Hosenanzug gedacht. Zu diesem kam es jedoch nie. Aus diesem klassischen Stoff ein modernes Langarmkleid zu nähen, war eine deutlich bessere Idee. Gut Ding will eben Weile haben. 😉

    Der Schnitt aus der Burda 12/2016 kam genau richtig. Ein schlichter Schnitt mit einem besonderen Detail: den aktuell modernen Trompetenärmeln. Damit wird der klassische Stoff gerade so viel aufgepeppt, dass das Kleid frisch und noch bürotauglich ist.

    Der Schnitt ist für elastische Stoffe. Meine Schurwolle ist sogar elastisch,  aber quer. Damit das mit dem Schnitt funktioniert, habe ich die beiden rückwärtigen Teile schräg im Fadenlauf zugeschnitten,  sodass nun die Dehnungsrichtung des Stoffes hinten waagerecht verläuft,  was die nötige Bewegungsfreiheit an den Armen und Po gibt.

    Genäht habe ich das Kleid an einem Wochenende im März mit Unterstützung durch eine sehr geduldige und begnadete Schneiderin. Wir haben lange an dem Reißverschluss in der rückwärtigen Naht und an den beiden hinteren Abnähern getüftelt. Es half alles nichts, es stand immer eine Wölbung an meinem Hintern ab. Wir konnten sie zwar verkleinern aber gut wurde es nicht. Bis wir die Abnäher ganz raus getrennt haben. Dann ging es. Perfekt ist der Rücken nicht, aber besser war es nicht zu machen. Die Ursache ist meiner Meinung nach, dass mir hinten am Po Weite fehlt. Da kann man natürlich nicht viel machen. Viel Nahtzugabe habe ich nicht zum Rauslasssen.

    Trotzdem bin ich sehr glücklich über mein Kleid. Es trägt sich sehr angenehm. Einen ganzen Bürotag lang hatte ich es schon an – ohne Gezuppel! Gut, die Trompeten haben sich in manchen Situationen erwartungsgemäß als etwas hinderlich erwiesen 😉 und mussten hin und wieder hochgekrempelt werden (Waschbecken, Türklinke,  Spülmaschine…). Toll an dem Stoff: er knittert nicht. Das hat die Bügelei beim Nähen zwar etwas erschwert,  aber ein Bürotag ohne Knitterfalten ist wiederum echter Luxus.

    Das Schöne an diesem Schnitt finde ich die lässige Eleganz ohne dass es ein Etuikleid ist. Ich bin mit dem Kleid, einer Strumpfhose und Stiefeln oder Stiefeletten für das Büro angezogen.

    Ich habe das Kleid noch nicht hier gezeigt, weil ich noch überlege, es mit zwei Reißverschlusstaschen vorne am Rock aufzupeppen (wenn sie auch nur Fake wären). Das gehe ich demnächst ziemlich sicher noch an. Dem Kleid fehlt irgendwie noch was.

    Definitiv ist dieser Schnitt ein Wiederholungstäter. Nächsten Winter :).

    Noch schnell damit zum heutigen MeMadeMittwoch!

    Danke an meinen Liebsten für die Fotos <3