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Midi Lederrock – neuer Lieblingsschnitt aus der burda 10/2017

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Leder und Kunstleder ist immer aufregend zu vernähen und dann auch noch einen Lederrock? Ich war selbst sehr gespannt was daraus wird :).

Lange hatte ich aus dem schwarzen elastischen Kunstleder eine Hose geplant. Ich war aber immer skeptisch, ob ich darin nicht sehr schwitzen würde. Neulich kam mir dann der zündende Gedanke: es soll ein Midi-Lederrock werden. Ich habe so einige inspirierende Modelle online gefunden und als ich gerade nach einem geeigneten Schnitt suchen wollte, landete die Burda 10/2017 in meinen Händen. Der Schnitt 107 für den Midi-Rock mit den interessanten Falten im Vorderteil, passte perfekt!

Da man bei Kunstleder nicht trennen sollte, weil man dann die Einstichlöcher sieht, hat mich im gesamten Entstehungsprozess die Angst begleitet, der Rock könnte zu klein werden. Mit dieser Neurose habe ich übrigens ständig zu kämpfen.

Das führte dann dazu, dass ich den Schnitt etwas größer als nötig abgepaust habe, beim Zuschnitt mehr als genug Nahtzugabe gelassen habe, beim Nähen außerhalb der aufgezeichneten Linie genäht habe und zum Schluss war mir der Rock natürlich um Nummern zu groß! 😀

Mit Hilfe meiner Nähtreffmädels habe ich den Rock schlussendlich schon auf Figur bekommen – ca. 12 cm enger gemacht ;). Der Lederrock gefällt mir wirklich gut so. Es sitzt nicht zu knackig aber doch passend.

Das ist mein erster Rock mit Gehschlitz. Und auch mein erster Rock bei dem ich den Reißverschluss in der hinteren Mitte eingenäht habe. Sonst nehme ich lieber die linke Seitennaht. Aber vor Kurzem hat mich eine Nähfreundin dazu inspiriert, weil sie sagte, man kann dann den Rock leichter enger machen an den Seitennähten. Ich bin froh, dass ich ihrem Tipp diesmal gefolgt bin.

Mit der Nähanleitung für den Gehschlitz aus der burda bin ich total überfordert gewesen :D. Dank Youtube war das dann überhaupt kein Problem und garnicht so schwer wie befürchtet.

Ursprünglich wollte ich meinen Lederrock professionell füttern, habe mich dann aber dagegen entschieden. Das Kunstleder ist für eine Hose oder Leggings gedacht und besteht auf der linken Seite bereits aus glattem Stoff. Das hat sich auf der Haut und Strumpfhose gut angefühlt. Bei einem Futter hatte ich die Befürchtung, dass es sich unter dem Rock verschiebt, hochrutscht oder störend in Falten wirft. Also habe ich es guten Gewissens weg gelassen. (Ja, ich höre manche von Euch jetzt entsetzt aufschreien 😉 )

Einen Abend lang hatte ich meinen Midi Lederrock schon an und bin absolut begeistert davon! Einer meiner wenigen Röcke die sich nicht verdrehen beim Gehen. Sogar Tanzen und die Hüften Schwingen hat garnichts ausgemacht. Der Rock sitzt und bleibt dort wo er hingehört.

Den Schnitt werde ich mir sicherlich nochmal aus einem anderen Stoff nähen.

Und jetzt gehe ich stöbern was heute noch so beim MeMadeMittwoch präsentiert wird.

Taupe und Gold – herrlich praktische Chobe Bag

Bestimmt habt ihr meine neue Tasche schon auf dem einen oder anderen Bild der letzten Wochen gesehen und gleich erkannt, dass es eine Chobe-Bag ist :).

Hier mit dem gelb-grauen Faltenrock nach Geschickt Eingefädelt:

Sie ist mein neuer Dauerbegleiter. Farblich mit fast allem kombinierbar und durch die schlichte Form unaufgeregt und flexibel sportlich und elegant tragbar. Die Größe ist noch dazu herrlich praktisch, wie ich finde.

Hier mir dem neuen Schmetterlingsrock aus Baumwolle und pinkem Saum:

Wer auch so eine Tasche nähen möchte findet Anleitung und Schnitt für die Chobe-Bag  hier bei EllePlus! Letztes Jahr muss die Chobe-Bag-Sucht schon in der Blogosphäre umgegangen sein, soviel ich gelesen habe. Das habe ich glatt verpasst. Mich hat es erst dieses Jahr erwischt :D. Dabei ist meine Version überhaupt nicht “Chobe”, denn dazu müsste sie aus gleichmäßigen Streifen zusammengesetzt sein. Aus Jeans finde ich dass diese Technik besonders lässig daher kommt. Ich wollte meine Tasche lieber glatt und ebenmäßig aus dem leicht melierten Kunstleder in taupe.

Die beiden Außenteile habe ich 2-geteilt im oberen Drittel und eine waagerechte Naht eingefügt. Mein individuelles Designelement für die sonst schlichte Tasche.
Innen habe ich den Schnitt um Innentaschen ergänzt. Meine Chobe-Bag hat innen eine Reißverschlusstasche und zwei verschieden große offene Taschen für diverse Kleinteile. Einen Karabiner für den Schlüssel habe ich in die innere Seitennaht eingenäht.

Die goldenen Lederquasten sind genau wie bei der schwarzen Lederclutch selbst gebastelt. Das goldene Leder hat eine kleine Geschichte. Es ist ein kleiner Restfetzen gewesen, den ich in der früheren Schneiderei meines Opas gefunden habe nachdem er gestorben war. Einige Garne, Knöpfe und Verschlüsse habe ich aus seiner früheren Schneiderwerkstatt. So auch dieses goldene Leder der Quasten. Über diese schönen goldene Erinnerungsstücke an meiner Handtasche freue ich mich daher besonders.

Verlinkt zum CreaDienstag!

Auf dem Bauernhof : neue Tasche powered by Fritzi

Tief im Bayerischen Wald haben wir am Wochenende Fritzi besucht – unter anderem ;). Fritzi ist der Neuzugang auf dem Schützenhof in Eschlkam. Ein ganz lieber Esel.
Fritzi hat für die Fotos mit meiner neuen Tasche brav gepost :). Zur Belohnung gab es neben den Krauleinheiten lecker Möhrchen für ihn.

Wir präsentieren hier meine neue Tasche, über die ich sehr glücklich bin. Dazu trage ich ein Burda-Langarmshirt in taupe, das schon ein paar Jahre alt ist. Das trage ich sehr gern. Der Jersey ist dankbar und hat schon sehr viele Waschmaschinenläufe sehr gut verkraftet. Das Shirt habe ich noch mit meiner alten 60€-Nähmaschine genäht :).

Die Tasche ist brand neu! Die Nadel ist praktisch noch heiß. Aus dunkel- und hellbraunem Kunstleder genäht. Die Träger sind aus echtem Leder. Verziert mit Holzknöpfen, die genau wie die Hasen mit dem Laser aus Holz ausgeschnitten sind – ein Bastelwochenende mit guten Freunden. Diese Blumenknöpfe haben schon ein Jahr lang auf einen geeigneten Einsatz gewartet. Jetzt sind sie perfekt für diese Tasche!

Der Taschenschnitt ist etwas Besonderes und gefällt mir optisch extrem gut und ist wahnsinnig praktisch durch die große Öffnung! Als Schnitt habe ich Arya von machwerk verwendet. Die Anleitung ist sehr einfach nachzunähen. Es gibt den Schnitt in 3 Größen. Meine Ayra ist die mittlere Größe. Perfekt als Handtasche!  Für den Sommer habe ich mir vorgenommen, die große Variante als Badetasche zu nähen.

Diese Variante habe ich schon länger geplant, da ich dringend eine praktische Tasche für Beruf und Alltag gebraucht habe. Daher mache ich mit meiner Arya beim Taschen Sew Along im März mit.

Die Quasten sind selbst gemacht aus dem hellen Kunstleder. Leider haben sie sich aufgefisselt. Deshalb habe ich beide nochmal zugeschnitten und die Kanten von jedem einzelnen Streifen mit dem Feuerzeug vorsichtig versengt. Der Praxistest zeigt: die Mühe hat sich gelohnt.

Ich bin schon gespannt was die anderen Damen und Herren heute beim MeMadeMittwoch zeigen!

Verlinkt bei Taschen und Täschchen im April.