Winterlich Eisblau – Nicki Shirt nach burda

Es war eine Zeit lang leider sehr ruhig hier auf meinem Blog. Im alten Jahr war ich gesundheitlich angeschlagen, sodass die Energie gerade noch so zum Nähen von Weihnachtsgeschenken gereicht hat. Die Weihnachtsgeschenke kann ich leider nicht vor Weihnachten hier zeigen, denn die Beschenkten lesen fast alle hier mit ;). Zwischenzeitlich hat sich das neue Jahr soweit eingerenkt, dass wieder alles in normalen Bahnen läuft. Ich freue mich dass Du bei mir hier vorbeischaust! Jetzt zeige ich Euch endlich mein neues Shirt, das ich im alten Jahr begonnen und im neuen Jahr fertig genäht habe. Der Halsausschnitt hat mich eine Zeit lang gefuchst. Gerne hätte ich den Schnitt aus Samt genäht, was momentan sehr modern ist, aber ich habe keinen schönen Samt gefunden, dessen Farbe mir gut gestanden hätte. Daher habe ich zu diesem eisblauen Nicki gegriffen. Der schien mir eine gute Alternative. Dieser kuschelige Nicki ist aus meinem Lieblingsstoffladen in Regensburg. Er hat sich überraschend leicht verarbeiten lassen – im Prinzip wie Jersey. Nur das Anzeichnen mit Schneiderkreide oder Wachskreide konnte ich vergessen. Auf dem Stoff ist nichts zu sehen. Kugelschreiber wäre möglich gewesen, aber der hätte sich dann sicher nicht auswaschen lassen. Ich sollte doch mal noch so einen Zauberstift kaufen, der wie ein Filzstift aussieht und sich auswaschen lässt. Ich habe das gelöst, in dem ich einfach überall 1cm Nahtzugabe gegeben habe, ein paar Nadeln zur Markierung an den Passzeichen und los geht’s :). Linke und rechte Stoffseite lassen sich mit bloßem Auge nicht unterscheiden. Mit Klebeetiketten und Konzentration ließ sich das bei den wenigen Teilen aber trotz Nicki meistern. Der Schnitt ist ein Blusenschnitt aus der Burda 11/2017 Modell 113 und eigentlich nicht für Jersey gedacht. Aber ich konnte mir den Schnitt einfach spontan sehr gut aus diesem Stoff vorstellen. Daher habe ich den Schnitt etwas kleiner zugeschnitten, sodass das Shirt nicht zu groß wird. Das Besondere an diesem Schnitt sind die Brustabnäher vorn mittig und die Abnäher an den Ärmeln, die am Unterarm leichte Puffärmel zaubern. Modisch damit ganz Vorn. Nicki Shirt burda von hinten Und damit starte ich ins neue Jahr! Ich mache nach langer Zeit mal wieder mit bei Nähkäschtles Nähzeit am Wochenende im Januar.

Adventskalender – DIY Utensilio aus Filz

Morgen darf das erste Türchen im Adventskalender geöffnet werden. Für alle Spätentschlossenen (wie mich) habe ich hier die Lösung für ein schnelles Adventskalender DIY. Und ein Hoch auf den Pragmatismus: man kann ihn anschließend das ganze Jahr über als Utensilio verwenden :).

Hier gibt es die Anleitung und den Schnitt von pattydoo: Freebee Schnitt und Anleitung

Wir hatten als Kinder jeder einen Adventskalender aus Filz, der jedes Jahr wieder aufgehängt und liebevoll von unseren Eltern befüllt wurde. Darin waren immer viiiiel tollere Sachen als in den gekauften Kalendern. Neben Schokolade auch mal ein Gutschein oder ein Ü-Ei.

Deshalb war ich von dem Kalender von parrydoo gleich begeistert und habe ihn für meinen Liebsten genäht.

An den zwei Ösen in den oberen beiden Ecken wird der Adventskalender aufgehängt.

Die Deko-Sterne habe ich in der Drogerie gekauft. Mit einem schwarzen Stift habe ich sie mit Zahlen beschriftet und mit kleinen Schnipseln von doppelseitigem Klebeband aufgeklebt.

Für all zu große Geschenke sind manche Taschen etwas klein…

Habt ihr einen Adventskalender für euch? Oder verzichtet ihr auf zusätzliche Minigeschenke vor Weihnachten? Oder nur für die Kinder?

Midi Lederrock – neuer Lieblingsschnitt aus der burda 10/2017

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Leder und Kunstleder ist immer aufregend zu vernähen und dann auch noch einen Lederrock? Ich war selbst sehr gespannt was daraus wird :).

Lange hatte ich aus dem schwarzen elastischen Kunstleder eine Hose geplant. Ich war aber immer skeptisch, ob ich darin nicht sehr schwitzen würde. Neulich kam mir dann der zündende Gedanke: es soll ein Midi-Lederrock werden. Ich habe so einige inspirierende Modelle online gefunden und als ich gerade nach einem geeigneten Schnitt suchen wollte, landete die Burda 10/2017 in meinen Händen. Der Schnitt 107 für den Midi-Rock mit den interessanten Falten im Vorderteil, passte perfekt!

Da man bei Kunstleder nicht trennen sollte, weil man dann die Einstichlöcher sieht, hat mich im gesamten Entstehungsprozess die Angst begleitet, der Rock könnte zu klein werden. Mit dieser Neurose habe ich übrigens ständig zu kämpfen.

Das führte dann dazu, dass ich den Schnitt etwas größer als nötig abgepaust habe, beim Zuschnitt mehr als genug Nahtzugabe gelassen habe, beim Nähen außerhalb der aufgezeichneten Linie genäht habe und zum Schluss war mir der Rock natürlich um Nummern zu groß! 😀

Mit Hilfe meiner Nähtreffmädels habe ich den Rock schlussendlich schon auf Figur bekommen – ca. 12 cm enger gemacht ;). Der Lederrock gefällt mir wirklich gut so. Es sitzt nicht zu knackig aber doch passend.

Das ist mein erster Rock mit Gehschlitz. Und auch mein erster Rock bei dem ich den Reißverschluss in der hinteren Mitte eingenäht habe. Sonst nehme ich lieber die linke Seitennaht. Aber vor Kurzem hat mich eine Nähfreundin dazu inspiriert, weil sie sagte, man kann dann den Rock leichter enger machen an den Seitennähten. Ich bin froh, dass ich ihrem Tipp diesmal gefolgt bin.

Mit der Nähanleitung für den Gehschlitz aus der burda bin ich total überfordert gewesen :D. Dank Youtube war das dann überhaupt kein Problem und garnicht so schwer wie befürchtet.

Ursprünglich wollte ich meinen Lederrock professionell füttern, habe mich dann aber dagegen entschieden. Das Kunstleder ist für eine Hose oder Leggings gedacht und besteht auf der linken Seite bereits aus glattem Stoff. Das hat sich auf der Haut und Strumpfhose gut angefühlt. Bei einem Futter hatte ich die Befürchtung, dass es sich unter dem Rock verschiebt, hochrutscht oder störend in Falten wirft. Also habe ich es guten Gewissens weg gelassen. (Ja, ich höre manche von Euch jetzt entsetzt aufschreien 😉 )

Einen Abend lang hatte ich meinen Midi Lederrock schon an und bin absolut begeistert davon! Einer meiner wenigen Röcke die sich nicht verdrehen beim Gehen. Sogar Tanzen und die Hüften Schwingen hat garnichts ausgemacht. Der Rock sitzt und bleibt dort wo er hingehört.

Den Schnitt werde ich mir sicherlich nochmal aus einem anderen Stoff nähen.

Und jetzt gehe ich stöbern was heute noch so beim MeMadeMittwoch präsentiert wird.

Kleines schnelles Geschenk aus Stoffresten – selbstgenähte Taschenwärmer

Diese Taschenwärmer sind schnell genäht und es sind nur kleine Stoffreste dafür nötig! Sie werden mit Reis gefüllt (ich habe rundkörnigen Milchreis genommen). Wenn man sie in der Mikrowelle kurz warm macht, sie gleich in die Jackentaschen steckt, wärmen sie die Hände eine ganze Zeit lang – auf dem Weg zum Kindergarten, Schule oder Arbeit. Ein kleines Geschenk mit großer Wirkung 😉 !

Was man dafür braucht:

  • Reste von bunten Baumwollstoffen
  • Nähgarn
  • Zickzackschere
  • Reis
  • Ein Glas/eine Tasse als Schablone

Die Tasse oder das Glas auf den Stoff stellen und mit Schneiderkreide den Umriss auf den Stoff anzeichnen. Den Stoff doppelt nehmen und zur Sicherheit mit Stecknadeln fixieren. Mit der Zickzackschere den Kreis ausschneiden. das ganze nochmal, sodass du jetzt 2 dieser gezackten Kreispaare hast.

Die beiden Stoffteile links auf links aufeinanderstecken und mit farblich passendem Garn neben den Zacken nahe der Kante entlang steppen. Dabei eine Öffnung von ca 2-3 cm lassen.

Durch diese Öffnung wird das Säckchen nun mit Reis befüllt. Nun die Öffnung zusteppen. Das zweite Säckchen genauso verarbeiten.

Und fertig sind die beiden Taschenwärmer – einer für jede Jackentasche!

Eine nette Kleinigkeit als Geschenk für Weihnachten oder auch für ein Adventstürchen!

Ein kleiner Beitrag heute zum CreaDienstag.