Archiv für den Monat: Mai 2017

Vom Winter in den Frühling – Pullover wird per Upcycling zum Rock 

Dieser Rock ist ein super schnelles DIY Upcycling Projekt. Man braucht nur Bündchenware und einen Pullover,  den man nicht mehr trägt. 

Den blauen Strickpullover habe ich vielleicht 2 mal getragen. Er ist mit großen Maschen gestrickt und hat einen schönen Glanz. Allerdings sind die Maschen zwar blickdicht,  aber gerade so groß dass es „durchzieht“. Für mich selbst fast unbegreiflich, aber im Winter friere ich in diesem Pullover! Er ist vermutlich nur für eine ganz bestimmte Temperatur gedacht – nicht zu warm, nicht zu kalt und unbedingt windstill. 🙂

Für den Rock gab es zwei Möglichkeiten für sein weitere Schicksal: entweder Altkleidersack oder ein Upcycling Versuch? Na wo sind wir denn hier, wenn das ernsthaft die Frage wäre?! 

Die Kurzfassung: Ausschnitt und Ärmel werden unterhalb der Armausschnitte abgeschnitten und an die obere Kante wird ein Bund aus Bündchenware angenäht. Fertig! 

Als Weite des Bundes habe ich 2/3 der Weite der oberen Kante des Rocks genommen. Der Bund ist 7 cm breit im fertigen Zustand. Er wird doppelt genommen,  also braucht man 16 cm (incl. Nahtzugabe). 

Der neue dunkelblaue Strickrock zusammen mit dem (gekauften) blau-weißen Ringelshirt ergibt ein angenehm zu tragendes maritimes Outfit. Die luftdurchlässigen Maschen des Rocks sind nun total angenehm zu tragen. Definitiv ein Kandidat für die Lieblingsstücke. Wie er sich im Winter mit Strumpfhose macht, muss ich zu gegebener Zeit testen. 

Die auf den Bildern kaum sichtbare schwarze Lederclutch ist auch selbst genäht – natürlich.  Ich habe sie hier ausführlicher vorgestellt

Diese Upcycling Technik hat sich sehr bewährt. Es liegen hier noch zwei weitere Pullover,  die schon fast im Sack für die Kleidersammlung gelandet wären. Sie warten jetzt auf ihren Upcycling-Moment. Man darf echt nix wegwerfen wenn man eine Nähmaschine hat :)!

Und damit ab zum MeMadeMittwoch! Außerdem freue ich mich dass ich damit noch bei Ingrids Blogsommer im Mai teilnehmen kann. 

Urlaubsreif – nur die Urlaubsgarderobe noch nicht…

Wenn der Wurm mal drin ist… Da wollte ich doch so gerne zu unserem Urlaub in Spanien eine schöne selbstgenähte Urlaubsgarderobe haben, die vor Urlaubslaune nur so strotzt. Dann kam erstmal jede Menge Arbeit in den letzten Wochen dazwischen. Abends war ich ziemlich kaputt,  sodass es nur zum Träumen und Planen gereicht hat.

Ein Maxikleid, eine Culottes und ein kurzer Jumpsuit sollten es werden. Gut, die Pläne waren sehr ambitioniert.

Aber es war noch nichts Konkretes entstanden – kein Schnitt ausgesucht,  nichts zugeschnitten und demnach auch nichts genäht. Schöne Sommerstoffe habe ich zahlreich in meinem Lager – daran sollte es wenigstens nicht scheitern. Puuh! Aber so langsam würde die Zeit knapp. Also Planänderung: nur ein Maxikleid!

Letzten Samstag war Nähtreff. Juhuuu!  Große Hoffnung für meine reduzierte Urlaubsgarderobe. Da ging was voran! Meine Nähtreffmädels haben mich vorzüglich bei der kniffligen Schnittentscheidung beraten und mein Maxikleid habe ich zugeschnitten und teilweise genäht. Es fehlte nicht mehr viel. Und es war nur noch eine gute Woche bis der Flug nach Spanien gehen würde. Kein Problem, das bißchen Kleid bis dahin noch fertig zu nähen, denn immerhin war auf dem Weg zum Urlaub noch ein Feiertag,  ein Brückentag und ein Wochenende!  Was kann da schon schief gehen!?

Modell 103 aus der Burda 04/2017 soll es werden.

Und dann kams dicke – ein Magen-Darm-Infekt gepaart mit Migräne hat mich die ganze Woche (!) lahm gelegt und regelrecht aus Bett gefesselt. Sowas hatte ich noch nie. Für jedes bißchen Aufblitzen von Aktivismus wurde ich sofort umso härter bestraft.

Tja und jetzt ist Samstag Abend,  das Kleid hängt noch unfertig an der Puppe, keine Koffer gepackt. Ich bin immer noch angeschlagen 🙁 – dafur 2 kg schlanker ;).

Seit gestern versuche ich den Infekt auszutricksen, indem ich nur minutenweise in winzig kleinen nahezu unbemerkten Schritten wie beiläufig an meinem Kleid weiter arbeite. Mal sehen ob das klappt. Es fehlen nur noch die Träger und der Gummibund in der Taille (bisher an der Puppe nur drapiert)!

Am Montag ist Abfahrt. 🙂 Mal schauen wer gewinnt.

Meine hart erkämpften Ergebnisse schicke ich zu Ingrid zu Nähzeit am Wochenende.

Asymmetrie in zarten Tönen – Bikerjacke 

Diese Bikerjacke war eigentlich nur ein Probemodell – wenn mir der Schnitt gefiel wollte ich sie aus Wildleder nähen. Dafür waren Schnitt und Anleitung vorgesehen. Das ist schon eine Zeit her. Der Schnitt passt und gefällt. Trotzdem keine Bikerjacke aus Wildleder. Der beige Stoff war nicht sehr teuer,  hat aber einen schönen Glanz. Falls der Schnitt passen sollte, wollte ich das Probemodell nicht umsonst genäht haben. Daher habe ich die Probejacke nach allen Regeln der Kunst genäht und gefüttert. Tja, und dann gefiel sie mir so gut, dass eine Version aus Wildleder garnicht mehr nötig war :). Das Leder, das mir vorschwebte, hatte ich ohnehin noch nicht gefunden.


Der Schnitt ist aus aus einer alten burda aus den 90ern aus 05/2004 (garnicht so alt wie ich erst in Erinnerung hatte),  die ich mal geschenkt bekam. Besonderes Detail neben der Asymmetrie ist die vorn aufgesetzte Tasche, die auch die einzige Tasche an der Jacke ist.

Die Verarbeitung war sehr aufwendig – mit den vielen Details am Kragen und der Asymmetrie. Außerdem musste ich viele Verarbeitungsschritte aufwendiger arbeiten,  weil ich mit Stoff anstatt Leder z. B. nicht offenkantig nähen konnte und den Kragen doppelt zuschneiden und verstürzen musste.

Und somit wurde das Probemodell zum Meisterstück erklärt,  das ich sehr gerne trage. Hier übrigens zum selbst genähten Volantskleid vom letzten Herbst – hier schon gezeigt. 

Damit reihe ich mich ein auf dem Laufsteg beim MeMadeMittwoch.

Mir war nicht bewusst wie müde ich aussehe als wir die Fotos gemacht haben…. Ist einem anstrengenden Arbeitstag zu verdanken.

Update: das genaue burda Heft habe ich oben noch ergänzt (5/2004).

Lyrik im Set – DIY Tassen zum Vatertag 

Zum Muttertag gab es diese 3 Tassen.

Das Tassen-Set bei meinen Eltern wird vollständig mit den 3 Vatertagstassen, die ich Euch heute zeige:

An der Vorderseite sitzt jeweils ein Schnurrbart mit schwarzem Porzellanstift gezeichnet.

Die Vatertagstasse:

Auf der Rückseite habe ich die beiden anderen Tassen mit einem kurzen Zitat zum Thema Kaffee beschriftet.

Kaffee dehydriert den Körper nicht.

Ich wäre sonst schon Staub.

– Franz Kafka

Mit Kaffee und Humor

Kommt man dem Stress zuvor.

– Willi Meurer

Jetzt ist das Kaffeetassenset komplett und reiht sich beim CreaDienstag zu den vielen tollen kreativen Ideen ein!