Archiv für den Monat: Februar 2017

Cashmere Camel Cape – 12ColoursOfHandmadeFashion im Februar 

Wäre in diesem Monat der Buchstabe C an der Reihe und noch die 12LettersOfHandmadeFashion Aktion von 2016, könnte ich mit meinem Cashmere Camel Cape so richtig punkten :D. Nichtsdestotrotz passt mein Cape zum aktuellen Februar-Thema „beige“ bei Selmin und ihrer neuen Aktion für 2017: 12ColoursOfHandmadeFashion.

Erst war ich etwas enttäuscht als Selmins Wahl diesen Monat auf „beige“ fiel. Ich hatte mich bei den 12 Colours schon so sehr auf ein buntes 2017 eingestellt und war auf alle möglichen farblichen Herausforderungen vorbereitet, sodass beige bei mir erstmal ein Naserümpfen ausgelöst hat. Zu farblos, zu gewöhnlich, zu langweilig.
Dann ist mir dieser lang im Stoffberg aufbewahrte Schurwolle-Cashmere eingefallen. Das passte dann doch perfekt zu meinem Vorhaben,  meine Stoffberge abzubauen! Die Januar-burda hielt eine einfache Anleitung für ein Cape bereit. Das Cape hatte mir gleich gefallen.

So hat sich alles plötzlich zusammengefügt zu einem schönen Projekt! Da war der Funke zur Februarfarbe mit einem Mal übergesprungen!

Den Stoff habe ich vor Jaaaaahren in Metzingen beim Lagerverkauf von Gaenslen & Völter gekauft. Er ist relativ dünn und eignet sich für ein Jackett oder ähnliches. Daraus ist aber nie etwas geworden. Ein Jackett in dieser Farbe will ich auch garnicht haben :). Ich weiß nicht mehr mit welcher Idee ich den Stoff mal gekauft habe.

Also habe ich mich nun mit der Anleitung an die Arbeit gemacht. Was in der Anleitung leider fehlt,  sind Maße. Blöd. Das sah nach einem einfachen und schnellen Projekt aus und jetzt fehlte die Hälfte. Aber jetzt wo meine Vision fest stand gab es kein Zurück mehr.

Ich habe mich Pi-mal-Daumen ran getastet.

Hier die Maße, die ich verwendet habe:

  • 76 cm Radius für das Cape
  • Ausschnitt: 16 cm breit, 10 cm tief
  • 9 m Satinschrägband

Im Nachhinein würde ich den Ausschnitt weniger tief machen. Außerdem würde ich ihn hinten deutlich weniger tief machen als vorne. Mein Stoffverbrauch betrug 1,60 m.

Die Knopflöcher habe nicht wie in der Anleitung als „normale“ Knopflöcher gearbeitetn, sondern mit Hilfe des Schrägbandes als Paspelknopflöcher. Das schien mit schöner und langlebiger zu sein,  wenn man den Gürtel dort hindurchfädelt.

Und dann war noch die Frage, wie ich den Verschluss am Kragen oben machen sollte. Einen farblich passenden Posamentenverschluss hatte ich nicht. Es sollte nicht zu rustikal werden, damit es nicht nach einem Mittelalterkostüm aussieht. Dann habe ich mein ganzes Kurzwarensortiment durchwühlt und verschiedene Ideen gewälzt bis ich schließlich einen Rest dieser goldenen Seide und goldene Druckknöpfe gefunden habe.
Mit dem Cape bin ich nun sehr zufrieden!

Twisted Jersey – Casual Business Rock 

Meinen twisted Jersey Rock trage ich heute zum langen Pullover mit schwarzer Lessings als casual Business Look. Der Pulli ist gekauft,  aber der Rock ist natürlich selbst genäht.

Auf den Bildern sieht man den Verdreheffekt leider garnicht so gut. Bei Regenwetter gibt’s leider nur Drinnenfotos :(. Da ist Dunkelgrau auf Schwarz natürlich besonders schlecht zu erkennen.

Genäht habe ich den Rock nach einem älteren Burda Schnitt: burda 7/2010 Modell 108A

Mein Jersey ist Dunkelgrau meliert,  was mir für diesen Rock sehr gut gefällt. Allerdings fällt der Stoff recht schwer, weshalb ich lange tüfteln müsste bis der twisted Effekt richtig saß. Die Falten neigten dazu, wie ein Ballon über den Saum zu fallen.

Anstatt des festen Bundes mit Nahtreißverschluss, der laut burda vorgesehen war, habe ich einen breiten Gummizug in den Bund eingezogen. Das passt in meinen Augen besser zum Jerseyrock. Der Bund sitzt wie geplant in der Taille.

Einen schönen MeMadeMittwoch Euch allen!!!

Khaki und Bronze – Seide mit Softshellrock am MeMadeMittwoch 

Heute beim MeMadeMittwoch zeige ich eine neue MeMade Kombination: den Softshellrock in khaki und die Bronze Bluse. Hier habe ich den neuen Rock bereits vorgestellt. Ganz neu im Januar genäht habe ich meinen Schrank nach Kombinierteilen durchforstet und da stach mir meine selbstgenähte Seidenbluse ins Auge, die ich letztes Jahr vorgestellt habe. Glücklich über das herrlich passende selbstgenähte Gesamtoutfit ging es bei strahlendem Sonnenschein sofort zum Fotoshooting!

Der Rock ist etwas Besonderes, denn ich habe ihn aus Softshell genäht. Der Stoff hatte jahrelang ein tristes Dasein in Stoffschrank geführt.

Dieses Jahr soll mein Stoffberg schrumpfen. Daher hatte ich mich endgültig von der Idee einer Softshelljacke losgerissen,  von der ich mir sowieso nicht vorstellen konnte,  sie jemals zu tragen, weil das Material so wenig atmungsaktiv ist.
Aus dem Softshell wurde kurzerhand dieser A-Linienrock.

Der samtige Glanz der Bluse ergänzt das matte Softshell. Die Seide habe ich im Urlaub in Dubai gekauft. Ich freue mich so darüber dass diese beiden Lieblingsstücke so gut zusammenpassen! Ein selbstgenähtes Outfit, das mir sehr gefällt.

Zu den aktuellen Temperaturen ist mir diese Kombination noch zu kühl. Röcke im Winter kombiniere ich für gewöhnlich mit warmen Stiefeln und sehr warmen Oberteilen, damit es insgesamt wieder warm genug ist. Diese beiden hier ergänzen sich farblich so schön, dass ich die Kombination soooo gerne tragen würde!  Ich habe keine Ahnung was ich bei dieser Kombination noch drüber ziehen kann, um das Outfit für kalte Tage tragbar zu machen, weil ich mich nicht traue weitere Farben und Strukturen reinzubringen!? Außer einem dicken flauschigen Schal fällt mir bisher nichts ein. Eine helle Strickjacke?  Ein schwarzer Blazer? Lang und wallewalle bis über den Rock oder doch eher tailliert und in Blusenlänge? Was meint Ihr?

Fürs Erste muss dieses Outfit leider nochmal zurück in den Schrank und auf wärmere Tage oder eine Erleuchtung warten.
Der Softshellrock wird natürlich trotzdem schon ausgeführt, mit flauschigen warmen Pullovern, so wie hier gezeigt.

Zum Drüberziehen fällt mir sicher noch was ein. Was es nicht zu kaufen gibt wird selbstverständlich selbstgenäht :).

Einen wunderschönen MeMadeMittwoch Euch allen!

Casual Caro – Wollshirt nach burda

Heute zeige ich Euch ein komplett selbstgenähtes Outfit. Rock, Shirt und Handtasche! Den Rock habe ich hier letztes Jahr schon gezeigt.

Von dem Karo-Wollstoff hatte ich über 2 Meter, sodass ich daraus neben dem Tellerrock auch noch ein Wollshirt nähen konnte.

Mit diesem Shirt kam vor einem Jahr der Umbruch in meinen Kleiderschrank – weniger tailliert, mehr Oversize, O-Linie und kastig. Ich mag diesen Stil sehr, weil mir der lässige Chic sehr gefällt.
Mein Wunsch war ein locker sitzendes Shirt, so  lang, dass es zusammen mit dem schwarzen Minirock aus Schurwolle wie ein Kleid wirkt. Und kastig sollte es sein.

Ja okay, dem Rock hätte für die Fotos ein Bügeleisen gut getan :).

Kombiniert habe ich den Wollkaro am Ausschnitt und den Ärmeln mit einem schwarzen festen Stoff mit Elastananteil. Das war ein Rest von einer Hose. Der Wollstoff verträgt den festen schwarzen Stoff gut, eine zarte Baumwolle würde das Gewicht der Wolle nicht gut aushalten. Der U-Boot-Ausschnitt war mir wichtig,  da er die kantige Form des Shirts betont.

Es ist ein sehr einfacher Burda Schnitt, Modell 115 aus der burda 2/2011. Ich konnte den Schnitt ohne Anpassungen für mein Wollshirt verwenden, obwohl er für feinere Stoffe gedacht ist.

Dazu  meine kleine selbstgenähte Allroundhandtasche, mit der ich bei fast jedem Outfit gut bedient bin. verschiedenArt: komplettes Outfit selbstgenäht mit Wollshirt in Karo, Minirock und Handtasche

Auf diesen Bildern trage ich Stiefeletten dazu, an kälteren Tagen mit schwarzen Stiefeln kombiniert, trage ich das Shirt ab dem Herbst bis zu den nicht zu frostigen Wintertagen.

Ich habe auch schon einen langen schwarzen Rollkragenpullover unter das Wollshirt angezogen. Das war aber dann deutlich zu warm :). Ich war überrascht wie sehr die Wolle heizt!  Da ich Wolle nicht direkt auf der Haut tragen kann, brauche ich immer etwas darunter. Ein kurzärmliges T-Shirt darunter reicht aber meistens aus.

Und damit ab zum heutigen MeMadeMittwoch! Ob es noch winterlich zu geht oder schon der Frühling Einzug hällt bei den anderen Damen?

Vielen lieben Dank an Uwe Barnstein für die Fotos!