Archiv für den Monat: Januar 2017

DIY Fototransfer auf Holz – Holzbox als Bilderrahmen zum Valentinstag

Hier im Blog habe ich schon gezeigt, dass sich Fotos als Laserausdruck ganz einfach auf Stoff und Porzellan übertragen lassen. Wer noch eine Geschenkidee zum Valentinstag sucht, dem kann ich dieses kleine Projekt  empfehlen. Ein Feierabend reicht – in wenigen Stunden ist ein wunderschönes individuelles Geschenk geschaffen.

Auf dem Photo Potch steht auch, dass die Übertragung von Laserausdrucken auf Holz funktioniert. Das habe ich ausprobiert – auf dem Deckel einer schönen Holzbox.

Und das geht ganz einfach:
Das Foto muss mit einem Laserdrucker ausgedruckt sein, und zwar spiegelverkehrt!  Dann geht’s los.

1. Holzoberfläche und Fotografie gleichmäßig mit Potch bepinseln. Dabei nicht übermäßig viel Potch verwenden.

2. Das Foto auf die Holzoberfläche auflegen und glatt streichen. Das Papier mit dem Foto muss ganz glatt aufliegen. Dafür muss überschüssige Potchmasse herausgestrichen werden.

3. Trocknen lassen.

4. Die Finger in Wasser tauchen, das Papier damit leicht anfeuchten und vorsichtig mit kreisenden Bewegungen das Papier abribbeln. Dafür sind mehrere Durchgänge nötig. Immer wieder trocknen lassen, dann wieder anfeuchten und abribbeln. Achtung! Die hellen Stellen des Fotos sind besonders kritisch. Wenn man zu grob vorgeht, ribbelt man das Bild gleich mit ab.

Das Bild wird immer besser sichtbar. Der weiße Schleier des Papiers wird Schritt für Schritt weniger.

Und wenn nach 4-5 Durchgängen kein weißer Schleier mehr sichtbar ist, wird nach der letzten Trocknungsphase eine Schicht Potch zur Versiegelung aufgetragen.

Das Ergebnis ist sehr dekorativ und sehr individuell. In der Holzbox bewahren mein Liebster und ich kleine Erinnerungsschätze auf.

Das Foto, das ich verwendet habe,  hat eine liebe Freundin von uns beim Sonntagsausflug zur Walhalla in Regensburg gemacht.

Ich habe versucht möglichst schön und gleichmäßig freihand einen Schriftzug aufzubringen :).

Eine schöne Geschenkidee zum Geburtstag oder zum bald anstehenden Valentinstag <3.

Ich wünsche Euch einen schönen CreaDienstag!

Wasserdichte A-Linie – grüner Softshell Rock

Schon lange (Jahre!) liegt dieser grüne Softshell bei mir herum und es sollte eine Jacke daraus werden. So groß die Begeisterung angesteckt durch liebe Nähfreundinnen anfangs war,  hat sich bei mir keine Leidenschaft für Softshelljacken entwickeln wollen. Ich habe eine gekaufte schwarze Softshell Jacke und ich schwitze sehr darin – selbst an kühlen Herbsttagen. Es liegt daran dass die Jacke so dicht ist und nicht nur von außen keine Feuchtigkeit rein lässt (was ich seeeehr schätze) sondern eben auch keine von Innen nach Außen lässt.


Letztes Jahr war ich auf einer Modeschau und ich war begeistert von einem schwarzen Neoprenrock. Und es hat über ein Jahr gedauert und den Aufruf von Selmin zur Farbe Grün bei 12ColorsOfHandmadeFashion im Januar bis mir die Idee mit dem Softshell-Rock kam. Manchmal dauert’s eben länger bis es “klick” macht. Dann ist mir das ideale Schnittmuster über den Weg gelaufen und von da an ging es flott.

Es hat so sein sollen und ich bin hin und weg von meinem Softshell Rock. Einfach mal was ganz anderes!
Über mich selbst herzlich gelacht habe ich in dem Moment, als ich dachte ich könnte die Nähte noch etwas bügeln und ich dafür mit der Wasserspritze auf das Softshell gesprüht habe und der Sprühnebel sich auf dem Stoff zu perfekten Tropfen geformt hat und… rutsch… vom Stoff geperlt ist :). Tja, so einfach ist das nicht! Mit Bügeltuch geht es von der linken Seite! 😉 Aber viel richtet man mit dem Bügeleisen sowieso nicht aus.


Jetzt zum Schnitt: es ist dieser Burda Schnitt für ein Kleid,  das ich auch gerne mal als Kleid nähen möchte. Der tief angesetze A-Linien-Rock hat mir so gut gefallen. Den Formbund habe ich  zum Rockteil passend selbst konstruiert.
Seitlich einen Nahtreißverschluß rein und der Rock war sehr schnell fertig genäht. Meine Befürchtung, das Rockteil könnte sehr stark abstehen, besonders am Hintern, hat sich nicht bewahrheitet. Ich bin total zufrieden damit!


Wer hat behauptet,  es könnte nur Jacken aus Softshell geben,  und nicht auch Röcke!? 🙂
Mit meinem grünen Rock grüße ich ganz herzlich Selmin von Tweed&Greet, die mich mit der Januarfarbe Grün bei 12ColorsOfHandmadeFashion auf diese Idee gebracht hat. Ich bin richtig stolz auf dieses ganz besondere neue Teil in meinem Kleiderschrank.

Wandelbar – Oversize Pullover zum Wenden

Im neuen Jahr war ich schon richtig produktiv! Heute stelle ich euch meinen neuen Pullover vor. Ein Wendepullover! Der XL-Pullover-Schnitt ist aus der Burda 10/2015. Den Pullover als Wendepullover zu nähen, kann ich nur empfehlen mit diesem Schnitt! Das geht super easy mit dem passenden Stoff!

In der burdastyle community habe ich diesen Oversize-Pullover hier und hier gesehen und fand den Schnitt so verlockend,  dass ich den Schnitt gleich gekauft habe. Sehr hilfreich fand ich den Erfahrungsbericht von 500daysofsewing, die den Pulli in herrlischem senfgelb genäht hat! Dann ging es schnell: von der Idee zum fertigen Teil in nur 4 Tagen! 🙂 Das ist für mich sensationell schnell! Der Schnitt ist auch wirklich leicht zu nähen.

Den passenden Stoff hatte ich schon im Stoffschrank. Ein hochwertiger Strickstoff – Innen schwarz, Außen grau mit leichtem Glanz, beidseitig verwendbar. Eigentlich war ein einfacher Cardigan aus dem Stoff geplant, mit einem schön fallenden Reverskragen, der mit den beiden Seiten des Stoffes spielen sollte. Da ich dafür noch keinen Schnitt im Auge hatte, lag der Pullover nun näher. Mit der Entscheidung komme ich meinem diesjährigen Ziel einen Stoff näher, den Stoffberg konsequent abzubauen.

Der Schnitt besteht nur aus 5 Teilen. Schnell ausdrucken, zusammenkleben und los geht’s.

Laut Anleitung benötigt man 1,90m bist 2,20m Stoff. Ich kam mit etwas Hin- und Herschieben mit 1,70m gut aus. Ich habe meine normale Konfektionsgröße zugeschnitten: Größe 40. In anderen Erfahrungsberichten hatten die Damen 1-2 Nummern kleiner zugeschnitten. Ich bin mit meiner Größenwahl zufrieden. So fällt er locker über den Hintern. Den Tipp, mit der Saumverlängerung um 5 cm habe ich beherzigt und bin froh darüber, denn kürzer dürfte der Pullover nicht sein. Auch das ging noch mit nur 1,70m Stoff! An den Ärmeln habe ich die zusätzlichen 5cm am fertigen Pullover wieder abgeschnitten, da war die Verlängerung nicht nötig.

Mit dem Reißverschluss im Kragen, kann man den Kragen so wie oben auf den Bildern geschlossen oder so wie hier offen drapieren.

Da der Strickstoff doppelseitig verwendet werden kann, habe ich nicht lange überlegt und durch französische Nähte den Pullover als Wendepullover genäht. Der Nahtverdeckte Reißverschluss ist für dieses Extra sehr praktisch, da man ihn auch auf der schwarzen Seite des Pullovers nicht sieht. Absolut empfehlenswert! 😀

Jetzt ist er außen komplett grau und von innen sind Kragen, Saum und Ärmelsaum grau, was das überwiegende Schwarz ein wenig auflockert.

Ich bin richtig begeistert von dem außergewöhnlichen Schnitt. Wichtig ist ein stabiler Strickstoff,  damit der Pullover seine Form behält. Etwa die Stabilität von Sweat würde ich empfehlen.

Von Hand habe ich nichts genäht. Den Kragen mit dem nahtverdeckten Reißverschluss habe ich genau wie bei Röcken mit der Maschine genäht.

Neben diesem Pullover gibt es noch zwei neue Röcke :). Die gibt es demnächst hier zu sehen.

Mal schauen, was die anderen Damen heute zum MeMadeMittwoch präsentieren! Heute ist Dodo unsere Gastgeberin.

Upcycling – alte Pelzjacke wird zur Handtasche 

Eine Idee von Ellen von seelenruhig, die ich aufgegriffen habe, um aus einem alten Persianermantel eine Handtasche zu nähen. Es ist nicht so, dass ich Pelz kaufen würde,  aber nachdem ein alter geschenkter im Haus war, habe ich zumindest eine Tasche daraus genäht. Die wird dann wenigstens genutzt.

Aus einem Reststück gab es noch ein passendes Handytäschchen dazu:

Der Schnitt ist selbst erstellt. Das Futter ist eine wunderschön gold-rot schimmernde Seide. Außen habe ich die Seide als Dekoration nochmal verwendet. Dazu ein passendes Webband und die goldene Kordel. Die Henkel sind gekauft. Die Tasche kommt nun ganz elegant daher.

Den Mantel aufzutrennen und die Teile zuzuschneiden ergab eine unglaubliche Sauerei mit den vielen schwarzen Pelzhaaren. Nochmal mache ich das sicher nicht. Es gibt auch keine Pelz mehr im Haus, zum Glück.

Es ist eine stilvolle und elegante Winterhandtasche geworden – passend zu den aktuell eisigen Temperaturen. Ein Geschenk für meine Mama, die sich der darüber gefreut hat. Sie hat schon ganz oft Komplimente bekommen für diese Handtasche. 😀

Und damit wünsche ich euch einen schönen CreaDienstag!