Archiv für den Monat: Oktober 2016

Buntes Wochenende – Besuch am Bodensee 

Das war ein richtig buntes Wochenende am Bodensee,  auf das ich mich schon seit Wochen gefreut habe!

Treffen mit vielen lieben Freunden, gemeinsam spazieren im Herbstwald, beim Essen und Tschässen in Nonnenhorn, leckeres Frühstück am See in Wasserburg,… Es war wunderschön! Und dazu das herrliche Wetter mit leuchtend bunten Herbstwäldern.

Viele Freunde habe ich getroffen,  wir haben Geschichten ausgetauscht,  gemeinsam gelacht. Einige mehr hätte ich noch gerne getroffen. Aber ich komme ja wieder zu Besuch.

Bis bald!

Sinnlos und wunderbar -Wollkleid mit kurzen Ärmeln 

Ich schreibe euch heute mit einem selbstironischen Schmunzeln :). Denn ich habe mir den Luxus gegönnt, und mir letzten Herbst dieses sehr schöne bequeme und irgendwie nutzlose Wollkleid zu nähen. Es war in genau dieser Farbkombination in der Burda easy H/W2012 und ich musste es unbedingt nähen. Es hat mir einfach so gut gefallen! Obwohl ich da natürlich schon wusste, dass für ein Wollkleid mit kurzen Ärmeln nur in ganz besonderen und seltenen Wetterkonstellationen Gelegenheit zum Tragen sein wird. Der Stoff schreit nach Winter, aber die Ärmel nach Sommer! Eine echte Krux.

Kurz habe ich unterlegt, die Ärmel zu verlängern, aber das hätte das stimmige fröhliche Gesamtbild des Kleides zerstört.

Tja, und dann habe ich mir gedacht “Drauf geschissen! Das gönne ich mir!  Weil’s geht!”.

Und dann bin ich los und habe die beiden perfekten Wollstoffe dafür gekauft: Schwarz und Altrosa. Sie sind mir mühelos in die Hände gefallen. Es war ein Zeichen des Schicksals! Damit ausgerüstet habe ich mich an den wunderschönen Schnitt mit diesem herrlichen Bubikragen und den kurzen Ärmeln gemacht und war glücklich :D.

Und wenn es das Glück gut mit mir meint und den idealen meteorologischen Moment beschert, dann ziehe ich mein kurzärmliges Wollkleid an und genieße es!

Und ich finde soetwas sollten wir öfter machen. Nicht das zu nähen was sicher gelingt und perfekt in den Plan und den Schrank passt. Stattdessen mal was Ausgefallenes, Nutzloses herstellen – einfach nur weil es uns gefällt und Spaß macht.

Das klingt vielleicht komisch, aber für mich war es befreiend mal nicht nach einem sinnvollen nachhaltigen Masterplan zu arbeiten, sondern einfach einer spontanen Lust zu folgen.

Das feiere ich heute am MeMadeMittwoch!

Und weil das Kleid schwarz und rosa ist, schicke ich es im letzten Augenblick zu Lisa von Stoffreise! Sie sammelt die Oktoberbeiträge zum Buchstaben R bei 12 Letters of Handmade Fashion.

Vielen Dank an Uwe Barnstein für die wunderbaren Bilder!

Couch Makeover – Hirsch auf dem Sofa 

Unsere Couch hatte ein Makeover verdient.

Der altmodische grüne Breitcord hat mich genervt und die Stimmung im Wohnzimmer gedrückt. Die Couch ist bequem,  auch ausgeklappt als Schlafcouch wunderbar.

Daher wurde sie nun nicht ersetzt sondern mit neuem Bezug aufgehübscht. Schon lange hatte ich dieses Projekt vor.

Hellbeiger Bezug für die Sitzflächen und die Lehne und cappuccinobrauner Bezug für die Kissen. Dazu habe ich noch einige beige Dekokissen und  ein grünes Dekokissen als Farbakzent.

Das Wohnzimmer wirkt jetzt viel freundlicher und modern!

Den schönen Möbelbezugsstoff habe ich hier in Regensburg in einem Outlet gekauft. 15 € und 19€ der Meter ist nicht teuer, aber trotz des überschaubar großen Sofas habe ich insgesamt 10 Meter Stoff benötigt.
Zuschnitt und Nähen war sehr einfach. Der Stoff ist fest und lässt sich super leicht verarbeiten. Die geraden Kanten gehen schnell abzusteppen.

Genäht wird wie immer mit hautnaher Unterstützung durch die Fellnasen :).

Einzige Herausforderung: man kann den Stoff überhaupt nicht bügeln, weil er sofort schmilzt! Ich habe den Bezug praktisch wie ein Spannbettlaken genäht, weil ich das Sofa sonst vom hölzernen Bettkasten hätte demontieren müssen usw. So viel Aufwand wollte ich nicht betreiben für mein Wochenend-Makeover.
Wie also ohne bügeln die langen Kanten gleichmäßig säumen?

Ich habe einige Meter Garn spendiert und einmal rundherum 3 cm breit mit 4er Stichlänge an der Kante entlang gesteppt. Dadurch kann man die Stoffkante an diese Stepplinie von Hand hin falten,  nochmals umfalten und dann den Saum feststeppen.

Spontan hatte ich die Idee, die Dekokissen noch mit einem Cappuccinokissen zu erweitern aus den Stoffresten der großen Sofakissen. Von der Ayra Tasche (hier gezeigt)  hatte ich noch einen Stoffrest mit den netten Hirschmotiven.

Jetzt ziert ein Hirsch mein Sofakissen. Passt prima zusammen!

Wie praktisch,  dass das Wetter hier in Regensburg  durch viel Hochnebel recht trist ist. Ein Tag fürs Sofa zwischen den schönen Kissen. 🙂

Mein Makeover habe ich verlinkt zu NähzeitAmWochenende.

Ein schönes Wochenende Euch!

Strukturen – Berlinrock und Wolljacke

Im Herbst und Winter sind die Farben schnell trist. Dunkle Jeans und viel grau und schwarz. Irgendwann habe ich angefangen bei der winterlichen Kleidung auf ein paar Farbakzente zu achten.

Vor 2 Jahren habe ich mir diesen Rock genäht. Die Struktur und die Farben eignen sich für den Winter und sind trotzdem nicht so trist. Der Stoff hat eine leicht raue Struktur. Ich trage ihn mit Jersey- und Strickoberteilen in weiß, grau, schwarz und rot. Mit einem roten Pullover wird es ein richtig leuchtendes Outfit.

Heute zum MeMadeMittwoch habe ich ein schwarzes Shirt zu meinem Berlinrock an und meine vor 7 Jahren selbstgestrickte Jacke. Zusammen mit der schwarzen Leggings und den schwarzen Boots eine bequeme und kuschelige Kombi.
Der Rockschnitt ist selbst konstruiert. Gefüttert habe ich den Rock nicht. Die Bundkante habe ich ganz einfach mit einem Schrägstreifen aus schwarzem Kunstleder eingefasst, der einen guten Kontrast zum strukturierten Stoff bildet. Seitlich habe ich einen nahtverdeckten Reißverschluss eingenäht.

Die Strickjacke ist aus einer alten Burda, genaugenommen aus der Burda 12/2010. Die Wolle hat einen echten Wollanteil und hatte ich in einer Drogerie gekauft. Durch die Wolle wärmt die Jacke richtig gut und ist etwas für kalte Tage. Sie wird in einem Stück von Ärmel zu Ärmel gestrickt und schlussendlich die Ärmel- und Seitennaht geschlossen. Durch den dicken Garn ist die Jacke relativ schnell gestrickt.

Eigentlich schnell gestrickt :). Diese Jacke war mein erstes richtiges Strickprojekt für Tragbares. Ich glaube, ich habe Wochen dafür gebraucht :)! Mit 10er Nadeln! 🙂

Trotz Strickprobe musste ich den ersten Ärmel mehrmals wieder aufribbeln bis es gepasst hat. Anfangs – gemäß Anleitung – war die Jacke viel zu groß. Sie ist eigentlich weit und locker gedacht, aber das hat einfach zu groß ausgesehen. Trotzdem kann ich diese Jacke wirklich als erstes Strickprojekt empfehlen. Vielleicht zusammen mit jemandem, der beim Anpassen und Ausmessen hilft.

Durch die Verkleinerung der Jacke blieb relativ viel Garn übrig. Daraus habe ich mir noch Beinstulpen mit Zopfmuster gestrickt. Die zeige ich Euch ein andermal.

Einen schönen MeMadeMittwoch!!