Archiv für den Monat: Juni 2016

Rosen auf Satin – Ringkissen

Zur Hochzeit meines Bruders war für diverse Dekoration jede Menge Kreativität gefragt. Eine wunderschöne Gelegenheit, bei der es natürlich Ehrensache war, mich auszutoben!

Die Farben der Hochzeit waren creme-weiß und aprikot.

Zu dem Anlass habe ich das Ringkissen für das Brautpaar genäht. Sie haben es sich schlicht, nicht zu kitschig dekoriert gewünscht. Das fertige Ergebnis:

Dazu habe ich 2 Satintöne in creme-weiß kombiniert: Das Kissen hat den helleren Ton, die Rose, Perlenkette und Satinbänder heben sich ganz zart in ab.

Die Satin Rose habe ich nach dieser tollen Videoanleitung genäht! Ich habe mehrere Rosen gemacht und dann die beste genommen und aufgenäht. Die Rose wird von Satin-Bändern und einem Dekoband mit Herzchen- und Tropfen-Perlen ergänzt. Und nicht zu vergessen:  die beiden Satin-Bänder, an denen die beiden Ringe festgebunden werden. Leider habe ich kein Bild mit den Ringen auf dem Kissen. Die Ringe kamen schön zur Geltung, da sich das Kissen dezent im Hintergrund hält.

Ich wusste nicht wie groß so ein Ringkissen sein soll. Im Netz habe ich gesehen dass sie entweder 15×15 cm oder 21×21 cm groß sind. Ich habe mich für die größere Variante entschieden.

So ein Ringkissen ist ein schönes und nicht zu anspruchsvolles Projekt für die eigene Hochzeit oder eines, mit dem man dem Hochzeitspaar eine Freude machen kann. Und dieses Ringkissen ist garantiert individuell!

“Mein” Ringkissen verlinke ich heute zu Happy Hochzeit, Creadienstag und Handmade on Tuesday.

Allen Paaren, die sich heute das Ja-Wort geben, wünsche ich Alles Gute!!

Neue Mitbewohner – zwei Fellnasen sind eingezogen

Vor 10 Tagen sind sie spontan bei uns eingezogen: zwei wahnsinnig süße sehr verspielte Fellnasen! Laut Tierärztin sind sie ca. 8 Wochen alt.

Wir hatten schon länger nach einer (oder zwei) Katzen Ausschau gehalten und das nötigste Zubehör zu Hause. Und dann am Sonntag auf einem Dorffest in bayerischen Wald sind sie uns im Stroh über den Weg getappst. Die Katzenmama wurde leider schon seit mehreren Tagen nicht mehr gesehen und so wurde vermutet dass sie überfahren wurde. Von den 4 Weisenkätzchen haben wir den roten Kater und seine 3-farbige Schwester mitnehmen dürfen.
Unsere lieben Nachbarn haben mit Katzenfutter und Katzenstreu spontan ausgeholfen.

Und seitdem geht es bei uns richtig rund :-D. Die beiden Racker haben sich schnell an ihr neues zu Hause gewöhnt und es für sich eingenommen. Das Sofa ist zur Spiel- und Spaßlandschaft geworden, der Gang ist jetzt Rennbahn und der Receiver neben dem Fernseher ist der wärmste wenn auch nicht bequemste Schlafplatz.

Zur Erholung holen sie sich bei mir oder meinem Liebsten jede Menge Kuscheleinheiten. Wir werden mit ganz viel Schnurren und zuckersüßen Handyfotos belohnt.

Stoff zuschneiden ist nicht mehr so ungestört möglich :-).

Geduldsfaden – luftig leichte Strickweste

Vor ein paar Jahren hat mich der Ehrgeiz auch beim Stricken gepackt. Ich fand, dass das so schwer doch nicht sein kann. Was für ein Irrtum! Ich habe jetzt sogar noch größeren Respekt davor! Zwischenzeitlich bin ich mit meinen Strickfähigkeiten schon bei dieser ärmellosen Strickweste angelangt.

Für den Anfang habe ich als Strickprojekte daher eher einfache Modelle und Muster gewählt: glatt gestrickte Schals, Stulpen für Arme und Beine, dicke Garne, allerhöchstens 1-2 Zöpfe :).

Diese Strickweste war dann durch das Zopf-Loch-Muster schon etwas aufwändiger. Es hat mich einiges an Geduld gekostet, denn die Weste ist laaaaang.  Und das Endergebnis soll ja auch passen, was dazu geführt hat, dass ich mehrmals fast bis zur Taille aufribbeln musste, um die Weite zu korrigieren. Daher bin ich ganz stolz auf das Ergebnis!

Mein Fazit: mit dem Nähen tue ich mir definitiv leichter. Einfach nochmal an der Naht entlang rattern und das Teil ich enger gemacht. Trotzdem nehme ich die Stricknadeln gerne mal in die Hand zur Abwechslung, um der Handwerkskunst gemütlich auf dem Sofa zu fröhnen.

Und mit meiner Strickweste geht es heute zum MeMadeMittwoch, zu Gestricktes und Gehäkeltes und zu Stricklust!

Sommergenuss – Holunder und Mohn

Jetzt, da die Sonne wieder scheint, duftet es von allen Seiten nach süßen Blüten! Unser Spaziergang gestern Abend war die reinste Aromatherapie! Der Holunder blüht prächtig seit ein paar Tagen. Man riecht ihn schon von Weitem. Da wird gleich ein großes Glas Holunderblütensirup angesetzt :). Lecker und so einfach gemacht!

Für meinen Holunderblütensirup nehme ich:
15-20 Holunderblütendolden
1 kg Kandiszucker
2 Zitronen oder Limetten in Scheiben geschnitten
1 Liter Wasser

Wasser und Zucker koche ich zusammen auf und lasse das Ganze leicht köcheln bis der Zucker geschmolzen ist. Dann gieße ich die Flüssigkeit vorsichtig über die ausgeschüttelten Blütendolden und Zitronen. Das lasse ich dann ca. 1 Woche lang ziehen und gieße den Sirup durch ein Sieb in schöne Gläser. Fertig!

Rund um Regensburg leuchtet es aus den Feldern: Der Klatschmohn blüht!
Mit blauem Himmel – eine Augenweide!

Wir waren in der letzten Woche hier in Regensburg nicht so sehr vom Dauerregen betroffen und hatten immer wieder sonnige Phasen. Heute soll der schönste Tag sein. Danach droht auch uns ab Anfang nächster Woche Dauerregen.

Wir haben die Hoffnung, dass sich der Wetterfrosch doch irrt. Zur Sicherheit genieße ich das Wetter heute in vollen Zügen und freue mich über den sommerlichen Tag am Freutag!

Außerdem verlinkt zu facile et beau, einer Rezeptelinkparty!

rosa Pünktchen : Reste-Bluse

Das kennt Ihr bestimmt, oder? Man hat sich etwas eingebildet, das man aus einem Stoff nähen möchte, und dann reicht der Stoff nicht!? Und dann muss der Plan trotzdem mit Gewalt umgesetzt werden?! 🙂 Dann entsteht eine Reste-Bluse, wie diese hier.

So ging es mir mit dieser Bluse. Lange hab ich nicht so recht gewusst, was ich aus dem grauen Stoff mit rosa Punkten nähe. Es sollte nicht zu kitschig werden. Dann stand diese recht einfache Bluse mit einem Schlag fest als ich den Schnitt in den Händen hielt: locker geschnitten, überschnittene Ärmel, vorne ein aufgesetzter Reißverschluss um das ganze aufzupeppen. Der Schnitt ist aus der NähStyle Nr. 59 2016 (Diana Moden) – eine Ausgabe aus der ich noch mehrere Modelle nähen werde! Ich war begeistert und ging hoch motiviert ans Werk! Schnitt abpausen und ausschneiden und auf den Stoff legen…

Und dann das! Egal wie ich die Schnittteile gedreht und gewendet hab – es passte einfach nicht! Noch dazu war es Samstag Abend, Geschäfte zu und ich hatte keinen passenden Reißverschluss in meinem eigentlich recht ordentlichen Vorrat!

Also: Improvisation!


Zum nicht vorhandenen weißen Reißverschluss hätte der weiße Stoff perfekt gepasst. Er ist ähnlich luftig dünn wie der graue, aber rau (Krepp-Chiffon vielleicht?). Das Grau des Reißverschlusses hat sich mit den grau der Bluse gebissen. Geht garnicht! Also habe ich ihn von beiden Seiten mit weißem Stoff eingefasst und dann in den Ausschnitt eingenäht.
Vom grauen Stoff habe ich für den oberen Teil der Bluse so viel genommen wie möglich war und zunächst mal den Teil der Bluse fertig genäht mit Ausschnitt und allem. Dann der Anprobe habe ich das bauchfreie Ding mit dem weißen Stoff verlängert.

Es ist nicht das geworden was ich mir am Samstag Nachmittag vorgestellt hatte, aber ich bin zufrieden mit dem Ergebnis vom Sonntag Abend ;). Weil es eine ganz individuelle Kreation geworden ist.

Einmal habe ich sie schon in der Arbeit einen ganzen Tag lang erprobt. Meine Reste-Bluse sitzt sehr gut! Kein Herumgezupfe!

Und weil das Wetter wieder passt wird sie heute wieder angezogen – morgens noch mit dem weißen Longblazer drüber,  später ohne-  und damit geht es heute nach langer Zeit mal wieder zum MeMadeMittwoch!!

Am Abend zur Entspannung ein Gläschen Rotwein und meine aktuelle Lektüre: “Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war” von Joachim Meyerhoff (bei amazon).
Darin erzählt Meyerhoff aus der Perspektive eines Jungen, der als Sohn eines Psychiatriedirektors auf dem Psychiatriegelände aufwächst, wie er die Welt um sich herum erlebt. Er versteht sich mit den körperlich und geistig behinderten Patienten oft besser als mit Familie, Schulkameraden und anderen “gesunden” Mitmenschen. Das Buch liest sich tragisch komisch – philosophische Denkanstöße zwischen Lachen und Heulen. Ich bin ungefähr bei der Hälfte. Hat das Buch jemand von Euch gelesen? Ich kann es sehr empfehlen!

Danke an meinen Liebsten, der die Fotos von mir und meiner Reste-Bluse gemacht hat!

Ich wünsche Euch einen schönen sonnigen gewitterfreien Mittwoch!

Update: habe eben erst bemerkt dass es ein technisches Problem bei der Kommentarfunktion gab. Das ist jetzt behoben.