Archiv für den Monat: Oktober 2015

Einfach gerockt

Rock im Wald! 🙂

Hier trage ich den Rock noch spätsommerlich mit Pumps.
Mit Stiefeln lässt er sich auch wunderbar jetzt im Herbst tragen.

Der Rock ist simpel. Ich habe keinen Schnitt verwendet. Vorderteil und Rückteil werden mit Seitennähten verbunden. Das breite Gummiband habe ich an der Oberkante festgesteppt und einfach nach Innen geklappt. Den Rock mit Zickzackstich gesäumt und fertig.

Ich trage den Rock sehr gerne, fast das ganze Jahr über. Kombiniert mit luftiger Bluse oder Shirt im Sommer, mit Langarmbluse oder Pullover in den kalten Monaten.
Am liebsten mit etwas Farbe, damit das Schwarz-weiß aufgepeppt wird.

Heute wieder dabei beim MeMadeMittwoch! Bin schon sehr gespannt was die anderen HobbyschneiderInnen heute dort zeigen.

Vielen Dank an Uwe Barnstein für die tollen Bilder.

Treiben lassen

Die Sonne scheint, die Blätter an den Bäumen leuchten wunderbar gelb und rot. Ein Tag ganz für mich, ohne Pläne.

Perfekt zum Entspannen. Den Akku wieder aufladen.

Geplant war deshalb mit meinem neuen Buch zu beginnen. Bei einer Tasse leckerem italienischen Cappuccino:

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Den Cappuccino habe ich gedankenverloren genossen.  Das Buch blieb zu. Stattdessen wurde es ein kreativer Tag:

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Von dem Bedürfnis nach kreativer Gestaltung getrieben habe ich mit einem Bild begonnen. Ohne Plan. Einfach so.

Bin selbst noch gespannt wie das Ergebnis wird.


“Das glücklichste Los ist die Entbindung vom Tun und Lassen”

-Arthur Schopenhauer

Zwerginnenjacke

VerschiedenArt: Zwerginnenjacke aus Doubleface Fleece

Für meine Nichte genäht: eine grau-rosa Zwerginnenjacke. Nach einem Schnitt aus der Kinder-Ottobre 04/2012 Modell Nr. 6 in Größe 56.

Die Jacke ist aus doubleface Fleece, den ich von einem Nordsee-Urlaub mitgebracht habe. Auf der einen Seite rosa, auf der anderen Seite grau. Damit beide Farben sichtbar sind, habe ich auf das Füttern der Jacke verzichtet. Auch bei den offenkantig aufgesetzten Taschen konnte ich mit den beiden Farben spielen. Rundrum sind die Kanten mit farblich passendem Baumwollschrägband eingefasst. Als Druckknopf-Verschluss habe ich Kam Snaps verwendet. Zuletzt noch rosa Bündchen an die Ärmel, damit es schön kuschelig ist.

Die Jacke war auf diese Art relativ schnell zugeschnitten und genäht.

Da die Jacke nicht gefüttert ist, sind die Nähte auf der Jackeninnenseite sichtbar. Damit die Nähte der Jacke auch innen hübsch aussehen, habe ich alles als eine Art französische Naht verarbeitet. Der Fleece franst nicht aus, daher ist auch das ziemlich einfach und schnell gemacht. Dazu habe ich an jeder Naht jeweils eine Nahtzugabe auf ca. 3 mm zurückgeschnitten. Die andere Nahtzugabe habe ich nun offenkantig über die gekürzte Zugabe gelegt, festgesteckt und schmal abgesteppt.
Von Außen sieht man parallel zur Nahtkante eine zusätzliche Steppnaht. Von Innen sind es 2 parallele Steppnähte.
Meine Hoffnung war außerdem, dass dadurch die Jacke bequemer zu tragen ist, da sie keine drückenden knubbeligen Nähte hat.

VerschiedenArt: Zwerginnenjacke aus Doubleface Fleece

Kinderkleidung zu nähen und zu verschenken hat also ein bißchen was von einem Glücksspiel. Zuerst sind die Sachen noch zu groß. Dann passen sie für gefühlte 2 Wochen. Ganz plötzlich sind die Zwerge rausgewachsen und man fragt sich wie sie da jemals reinpassen konnten :-). Gerade bei den ganz Kleinen, passiert das ruck zuck.

Meine Erfahrung: nicht zu früh im Voraus nähen! Sonst kann es passieren, dass das beschenkte Kind zwischenzeitlich rausgewachsen ist.  Oder die Saison ist vorüber.

Umso schöner ist es, wenn es klappt, dass die Sachen passen und gerne getragen werden, wie diese Zwerginnenjacke. Es macht mir immer wieder viel Spaß diese süßen Sachen zu nähen und zu verschenken!

Verlinkt zu kiddikram und sew-mini

Neues LED-Projekt: optische Bewegungserkennung

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Was mein Bruder und ich gerade gemeinsam bauen, ist eine optische Bewegungserkennung (motion capture). Damit können Computerspiele oder virtuelle Realitäten durch Körperbewegung gesteuert werden.
So etwas gibt es z. B. unter dem Namen TrackIR von Microsoft zu kaufen. Wir versuchen das selbst zu bauen, nach dieser Anleitung. Ganz ähnlich ist auch diese Anleitung. Dabei beschränken wir uns auf die Erkennung von Kopfbewegungen.

Hauptbestandteile der Konstruktion sind 3 Infrarot-LEDs, die am Kopf befestigt werden und eine Kamera, durch die die Bewegungen der LEDs erkannt werden.

Noch sind wir nicht fertig und wissen auch noch nicht ob es funktionieren wird. Es bleibt also spannend!
Wenn das Projekt gelingt stelle ich eine detaillierte Anleitung zur Verfügung.

Egal wie es später ausgeht, zeige ich Euch hier unseren aktuellen Zwischenstand.

Zubehör:
3 Infrarot-LEDs
3 LED Neoprenfassungen
2 Stabilo-Stifte
1 tictac Dose
1 USB Kabel
Lochrasterplatine
Dünne Kabel
1 Webcam (bei der man den Infrarotfilter entfernen kann)
1 Diskette

Begonnen haben wir mit der Befestigung für die LEDs. Sie müssen in ganz bestimmtem Abstand zueinander in die Kamera “schauen”. Das ganze wird dann mit einem Klipp seitlich am Kopf befestigt.
Wir haben uns spontan für Stabilo-Stifte entschieden. Vorne und hinten kappen, Miene entfernen und schon hat man eine vielseitig verwertbare Plastikhülse (kennt der eine oder andere aus der Schule als Blasrohr ;-)).

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Die Neoprenfassungen der LEDs passen genau in die Stiftehülsen! 🙂

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Die Stiftehülsen lassen sich mit einem Feuerzeug vorsichtig erhitzen und biegen. Ja, es sieht ein wenig verkokelt aus. Das wird zum Schluss mit Acrylfarbe überpinselt :-).

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 Die tictac Dose bekommt 3 Löcher mit der Bohrmaschine. In unserem Fall haben wir dafür Papas professionelle Ständerbohrmaschine verwendet :).
In diese Löcher schieben wir dann die Stiftehülsen.
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Damit die Hülsen an Ort und Stelle in der tictac Dose bleiben, haben wir Modellbaukleber verwendet und damit es bombenfest sitzt zusätzlich noch Patex Komponentenkleber für Kunststoff (im Foto gut erkennbar die weiße Masse). Der lässt sich wie Knetmasse verarbeiten.

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Jetzt kommt der Lötkolben zum Einsatz.
Die LEDs in ihre Neoprenfassungen einsetzen. An die LED Beinchen wird jeweils ein Kabel angelötet. Die Kabel durch die Stiftehülsen fedeln, sodass die LEDs jetzt am Ende der Stiftehülsen sitzen.

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Nun konnten wir die LEDs in die tictac Dose einfedeln.

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Die Kabelenden kommen jetzt auf die Platine.
Die LEDs werden parallel geschaltet, sodass jede einen Vorwiderstand (in unserem Fall 39 Ohm) erhält. Da alle roten Kabel plus und alle grauen minus sind, kann man sie leicht zuordnen.
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Für die Stromversorgung wird ein USB Kabel verwendet. Ein Ende des Kabels wird abgezwickt. Je nach Kabel kommen 3 oder 4 Drähte zum Vorschein. Bei unseren USB Kabeln die wir getestet haben, waren immer rot und schwarz mit 5V Spannung belegt.
Den roten und schwarzen Draht haben wir als Spannungsversorgung auf die Platine aufgelötet.

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Der Kabelsalat zusammen mit der Platine passen wunderbar in die Tictac Dose. Durch die Öffnung am Deckel der Dose kann man das USB Kabel nach außen führen.

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In unserer tictac Dose ist alles schön aufgeräumt.

Die Webcam muss Infrarotlicht sehen können. Dazu haben wir sie auseinander gebaut und den Infrarotfilter entfernt.
Die Camera darf nicht zu viel Licht abbekommen. Als “Sonnenbrille” dient ein kleiner Schnipsel von dem Inneren der Diskette. Wir haben den Schnipsel im Inneren der Camera mit dem Modellbaukleber eingeklebt.

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So, das ist der aktuelle Stand.
Uns fehlen noch die Widerstände und die Kopfbefestigung, dann können wir die Konstruktion testen.

In ein paar Wochen geht das Projekt in die 2. Runde. Dann gibt es hier im Blog das Finale.